LBO: Jetzt ist Verdi am Zug!

In Bayern wird ein Streik nicht mehr ausgeschlossen
Redaktion (allg.)
busplaner hat den LBO nach dem Stand der Dinge in Sachen Tarifverhandlungen befragt. Hintergrund: Der seit 2006 schwelende Streit zwischen dem bayerischen bdo-Landesverband und der Gewerkschaft Verdi hält bis heute an. Die Gewerkschaft hat nach Angaben des LBO den am 19. Oktober 2007 mehrheitlich getroffenen Schlichterspruch abgelehnt. Der LBO hat die Gewerkschaft daraufhin mehrfach aufgefordert, das Schlichtungsergebnis zu akzeptieren und die unterschriftsreifen Tarifverträge zu unterzeichnen. "Obwohl wir die Verhandlungsstrategie von Verdi nicht nachvollziehen können, steht der LBO uneingeschränkt zu einer tarifvertraglichen Absicherung der 17.000 Beschäftigten im bayerischen Omnibusgewerbe", schreibt Horst Schilling, geschäftsführendes Präsidialmitglied des LBO, dem busplaner. Die Streikentscheidung liege allein bei Verdi. Sie setzt aber eine erfolgreiche Urabstimmung voraus. „Im Interesse der Fahrgäste und der Beschäftigten hoffen wir, dass Verdi einen sinnlosen und kostspieligen Arbeitskampf unterlässt. Darüber hinaus haben wir Verdi aufgefordert, die Busbranche in der Öffentlichkeit nicht weiter zu verunglimpfen. Die Tiraden der Gewerkschaft schaden in erster Linie der Arbeitsplatzsicherheit“, so Schilling weiter. Damit spielt der LBO-Repräsentant offenbar auf einen am 19./20. Januar im Bayern-Teil der Süddeutschen Zeitung veröffentlichen Beitrag an, der ein sehr einseitiges und negatives Licht auf die Busbranche wirft. Wie vom LBO zu erfahren war, will die Gewerkschaft Anfang Februar wieder auf den LBO zukommen.
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