Nach Rekordbauzeit: Akasol bezieht neues Headquarter

Nur 15 Monate nach dem Spatenstich beginnt Serienproduktion in der neuen Gigafactory 1.

Planmäßiger Einzug: Akasols neues Headquarter inklusive Gigafactory 1 im Südwesten Darmstadts ist ein wichtiger Baustein für das dynamische Wachstum des Batterieherstellers. (Grafik: Akasol AG)
Planmäßiger Einzug: Akasols neues Headquarter inklusive Gigafactory 1 im Südwesten Darmstadts ist ein wichtiger Baustein für das dynamische Wachstum des Batterieherstellers. (Grafik: Akasol AG)
Claus Bünnagel

Nach einer Rekordbauzeit von nur 15 Monaten hat die Akasol AG das neue Headquarter im Südwesten Darmstadts bezogen. Mit dem Einzug ist in der zum Akasol-Campus gehörenden Gigafactory 1 die Serienproduktion der ersten Batteriesysteme auf den bereits installierten Fertigungslinien gestartet. Ab Mitte 2021 wird dem Unternehmen dort eine Produktionskapazität von 2,5 GWh zur Verfügung stehen, die je nach Geschäftsentwickung auf bis zu 5 GWh ausgebaut werden kann.

Trotz erschwerter Bedingungen infolge der Coronapandemie haben wir innerhalb von nur 15 Monaten ein innovatives Bauprojekt mit Vorbildcharakter gestemmt. Auf dem 20.000 m2 großen Areal wird unsere Gigafactory 1 die mit Abstand fortschrittlichste, modernste und größte Serienproduktionsstätte Europas für Nutzfahrzeugbatteriesysteme sein – was wir aus Brandenburg fast jeden Tag hören, ist uns hier in Hessen nun also bereits gelungen. Vielleicht eine Nummer kleiner, aber trotzdem ist es eine beeindruckende Leistung. (CEO Sven Schulz)

Vollautomatisierte Fertigungslinien

Mittlerweile ist die Fertigung auf dem neuen Akasol-Campus angelaufen: Produziert werden dort bereits die ersten Batteriesysteme für hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge. In der Gigafactory 1 werden dann ab Mitte 2021 auf den vollautomatisierten Fertigungslinien weitere Batteriesystemtypen für einen langjährigen Serienkunden starten. Um dem steigenden Bedarf an serienreifen Batteriesystemen der Akasol-Kunden zu decken, ist laut Schulz die kontinuierliche Erhöhung des Automatisierungsgrads in der Produktion ein wichtiger Faktor: Sowohl die Batteriemodule als auch -systeme werden mit hochautomatisierten Prozessen in einer modernen und vollvernetzten Industrie-4.0-Umgebung hergestellt. Die neue Gigafactory verfügt außerdem über ausreichend Flächen, um dort weitere Produktionslinien vom gleichen Typ installieren zu können. Dadurch könnte die Produktionskapazität am Darmstädter Standort in der Zukunft nochmals auf bis zu 5 GWh pro Jahr ausgebaut werden. 

Damit schaffen wir nicht nur wichtige Voraussetzungen, um den immer reifer werdenden Markt für die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugsektors optimal bedienen zu können, sondern bauen gleichzeitig unsere Position als Technologieführer gegenüber dem Wettbewerb weiter aus. (Schulz)

Zahlreiche Prüfstände

Neben der Gigafactory 1 wurde im neuen Headquarter auch das hochmoderne und umweltfreundliche Technologie- und Entwicklungszentrum sowie das direkt angeschlossene Test- und Validierungszentrum errichtet. Dort werden dem Unternehmen zahlreiche Prüfstände für umfangreiche mechanische und elektrotechnische Tests von Zellen, Modulen und Systemen zur Verfügung stehen. Darunter befinden sich beispielsweise zwei Shaker-Prüfstände mit einer Belastungsdimension von bis zu 200 kN bzw. 50 kN inklusive Klimahaube zur Untersuchung von Umwelteinflüssen unter extremen mechanischen Bedingungen. 

Durch die neuen Prüfstände in unserem Test- und Validierungszentrum werden wir in der Lage sein, unsere Entwicklungsprojekte noch schneller voranzutreiben. (CTO Stephen Raiser) 

Während die entsprechenden Testeinrichtungen erst Anfang nächsten Jahres in Betrieb genommen werden, wird das angrenzende Headoffice gleich von Beginn an genutzt: Das 7.000 m2 große Gebäude ist die neue Heimat für das R&D-Team, das Produkt- und Projektmanagement sowie Vertrieb, Einkauf und die Verwaltung. Durch die moderne Architektur stellt es eine optimale Arbeitsumgebung für bis zu 300 Mitarbeiter dar.

Die neue Arbeitswelt im Headquarter ist geprägt durch weitläufige Open-Space-Büros in Verbindung mit vielen attraktiven Kollaborations- und Meetingbereichen. Das fördert die Zusammenarbeit im hochdynamischen Umfeld der Elektromobilität noch stärker. Wir sind stolz, unserem hochmotivierten Team ein zukunftsfähiges und attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, in dem das Wissen gebündelt und die Innovationskraft innerhalb unseres Unternehmens zum Nutzen unserer Kunden gesteigert wird. (CFO Carsten Bovenschen) 

Arbeitskultur nachhaltig fördern

Des Weiteren freut sich Bovenschen auch, dass den Mitarbeitern auch eine Vielzahl an attraktiven Sozial- und Begegnungsräumlichkeiten geboten wird, um eine wertschätzende Arbeitskultur nachhaltig zu fördern. Da Nachhaltigkeit zu einer der wichtigsten Säulen der Unternehmensstrategie gehört, hat Akasol u.a. auf dem Dach der Gigafactory eine 700-kWp-Solaranlage errichtet, wodurch ein großer Teil des Energiebedarfs abgedeckt werden wird. Zudem wird der Firmenparkplatz mit mehr als 70 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge ausgestattet – der aktuell größte Ladesäulenpark in Darmstadt und Hessen. Die Nähe zu Universitäten und Forschungseinrichtungen ist laut Schulz zudem eine gute Voraussetzung, um für Akasols weiteres Wachstum gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte zu rekrutieren.

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