Akasol: Starkes Wachstum im dritten Quartal

Der Umsatz liegt auf Neunmonatssicht 2020 bei 40,6 Mio. Euro und damit trotz Coronakrise knapp 30 % über dem Vorjahreswert.

Alleine 22,3 Mio. Euro des bisherigen Jahresumsatzes von 40,6 Mio. Euro hat Akasol im dritten Quartal erwirtschaftet. (Foto Akasol/Alexander Heimann)
Alleine 22,3 Mio. Euro des bisherigen Jahresumsatzes von 40,6 Mio. Euro hat Akasol im dritten Quartal erwirtschaftet. (Foto Akasol/Alexander Heimann)
Claus Bünnagel

Die Akasol AG erzielte im dritten Quartal 2020 einen Umsatz von 22,3 Mio. Euro und damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahrsquartal (12,1 Mio. Euro). Auch auf Neunmonatssicht steht ein großes Umsatzplus von knapp 30 % auf nun ca. 40,6 Mio. Euro (2019: 31,3 Mio. Euro).

Nachdem unsere Kunden ihre zwischenzeitlichen Blockpausen aufgehoben und ihre Produktion wieder aufgenommen haben, stellte sich im dritten Quartal die von uns erwartete Absatzsteigerung ein. Darüber hinaus konnte unsere Serienproduktion der zweiten Batteriesystemgeneration planmäßig im August starten, so dass wir mit einer Auslieferung von knapp 500 Batteriesystemen im September den monatlichen Stückzahlrekord unserer bisherigen Unternehmenshistorie verzeichnen konnten. (CEO Sven Schulz) 

Vorratsproduktion und Ausbau der Kapazitäten

Die Lieferfähigkeit für die zügige Realisierung dieser Nachholeffekte hatte Akasol zum Teil durch eine angemessene Vorratsproduktion während des ersten Halbjahrs sichergestellt, im Wesentlichen jedoch durch den massiven Ausbau der Produktionskapazitäten im Werk Langen. Dass der hessische Batterieproduzent allein im August und September mehr Umsatz generiert habe als im gesamten ersten Halbjahr, unterstreiche nochmals die enorme Dynamik, mit der das Unternehmen trotz coronabedingter Herausforderungen unterwegs sei, betont CFO Carsten Bovenschen. Insbesondere das Erreichen des Ebitda-Break-Even für das Quartal 3/2020 sei in diesem Zusammenhang besonders erfreulich.

Die Schaffung der strukturellen Voraussetzungen zur Realisierung des für Akasol erwarteten zukünftigen Wachstums ist im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland durch die Ausweitung der Produktionskapazität am Standort Langen auf bis zu 800 MWh p.a. und durch den Bezug des neuen Hauptsitzes in Darmstadt planmäßig fortgeschritten. Auch in Nordamerika wurden im Jahresverlauf weitere Meilensteine für die Wachstumsstrategie erfolgreich umgesetzt: Trotz konsequenter Reisebeschränkungen in die USA ist es dem Unternehmen gelungen, die Serienproduktionslinie am US-Standort in Hazel Park (Michigan) planmäßig aufzubauen und erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Mit einer installierten Produktionskapazität von bis zu 400 MWh p.a. werden dort die Serienbatteriesysteme der zweiten Generation für Volvo Trucks gefertigt. In Summe stehen dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 damit planmäßig mehr als 1 GWh Produktionskapazität zur Verfügung.

Positives Ebitda

Für das dritte Quartal erreichte Akasol ein leicht positives Ebitda in Höhe von rund 57.000 Euro und errichte damit eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorquartalen sowie zum Vorjahresquartal (Q2 2020: –3,9 Mio. Euro; Q1 2020: –1,7 Mio. Euro; Q3 2019: –2,5 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 bei –7,8 Mio. Euro (2019: –3,0 Mio. Euro). Das Ebit war im Berichtszeitraum vor allem durch weitere Einmalaufwendungen zur strukturellen, organisatorischen und prozessualen Weiterentwicklung für das nachhaltige Unternehmenswachstum geprägt.

Der Akasol-Vorstand geht für 2020 weiterhin von einem Gesamtumsatz im Bereich zwischen 60 und 70 Mio. Euro aus. Die operative Ebit-Marge soll für das zweite Halbjahr 2020 positiv sein, und das Ergebnis soll sich gegenüber dem Wert zum Stichtag 30. September 2020 auf Gesamtjahresfrist weiter verbessern.

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