Akasol liefert Akkus für türkischen Nutzfahrzeughersteller

Die Auslieferung der Hochenergiebatteriesysteme erfolgt von 2021 bis 2025. Das Auftragsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der neue Kunde könnte BMC sein.

Schon im kommenden Jahr startet die Produktion von Akasol in Langen für einen großen türkischen Nutzfahrzeughersteller. (Foto: Akasol AG/Alexander Heimann)
Schon im kommenden Jahr startet die Produktion von Akasol in Langen für einen großen türkischen Nutzfahrzeughersteller. (Foto: Akasol AG/Alexander Heimann)
Claus Bünnagel

Nfz-Batteriespezialist Akasol hat mit dem laut Unternehmensaussage „größten Nutzfahrzeughersteller der Türkei“ einen Rahmenvertrag mit einem Gesamtvolumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich unterzeichnet. Das hessische Unternehmen wird ab 2021 bis 2025 die zweite und dritte Generation seiner Hochenergie-Batteriesysteme für einen bestehenden und einen neuen Bustypen des Kunden liefern.

Wir sind stolz, dass wir uns als Europas führender Batteriesystemhersteller für den Nutzfahrzeugmarkt gegen starken europäischen und chinesischen Wettbewerb durchgesetzt haben und gleichzeitig unter Beweis stellen konnten, dass unsere technologisch führenden Batteriesysteme auch in kostensensiblen Märkten wettbewerbsfähig sind. (Akasol-CEO Sven Schulz) 

BMC als Kunde?

Der neue türkische Kunde beschäftigt laut Akasol mehr als 3.000 Mitarbeiter und produziert pro Jahr rund 12.000 Fahrzeuge, die überwiegend auf dem asiatischen und osteuropäischen Markt verkauft werden. Nach der Markteinführung des ersten Elektrobusses seiner Firmengeschichte im vergangenen Jahr wird das türkische Unternehmen nun ein weiteres Modell mit elektrischem Antriebsstrang auf den Markt bringen.

Aus diesen Daten und nach Ansicht von busplaner könnte es sich bei dem neuen Kunden in der Türkei um BMC handeln. Das Unternehmen aus Izmir hat 2019 den Midi Neocity 8,5 M electric auf den Markt gebracht, eine Variante der bekannten Dieselversion aus dem Hause BMC.

Produktion in Langen

Für den neuen Elektrobus, dessen Markteinführung für Herbst 2021 geplant ist, wird Akasol zunächst die zweite Generation seiner Hochleistungs- bzw. Hochenergiebatteriesysteme des Typs AKASystem 15 OEM 50 PRC liefern. Die Produktion der Systeme startet im ersten Quartal 2021 in Akasols Serienfertigungsstätte in Langen. Der Kunde wird zudem alle ab 2023 produzierten Busse mit der dritten Batteriesystemgeneration der Hessen ausstatten.

Mit der Inbetriebnahme der Gigafactory 1 am neuen Akasol-Campus in Darmstadt werden dem Unternehmen zudem ab dem kommenden Jahr weitere 2,5 GWh Produktionskapazität zur Verfügung stehen. 

Je nach Anforderungen bestehender und neuer Kunden kann sie auf das Doppelte ausgebaut werden, so dass wir auch in der Lage sind, zuverlässig, schnell und bedarfsgerecht produzieren zu können. (Schulz)

Wichtiger türkischer Markt

Was den türkischen Markt angeht, so gewinne dieser für sein Unternehmen immer mehr an Bedeutung, so Schulz. Erst im vergangenen Jahr lieferte es Prototypen an einen weiteren führenden Nutzfahrzeughersteller aus der Türkei und führe derzeit Verhandlungen über den Ausbau der Zusammenarbeit. 

Der Rahmenvertrag mit dem türkischen Bus- und Nutzfahrzeughersteller ist für uns ein wichtiger Schritt in den asiatischen und osteuropäischen Raum, in dem der Elektrifizierungstrend immer mehr an Fahrt aufnimmt. (Schulz)

Zudem könnten sich in Zukunft Cross-Selling-Potenziale ergeben, wenn der Akasol-Kunde auch weitere Segmente seines Produktportfolios elektrifizieren wird.

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