Elektromobilität: Neues Batteriesystem von Eurabus

E-Bus-Spezialist bietet nun Hochenergieakkus als eigenständiges Produkt an.
Batterie ohne Bus: Bei Eurabus kann man künftig den Energiespeicher alleine bestellen. (Foto: Eurabus GmbH)
Batterie ohne Bus: Bei Eurabus kann man künftig den Energiespeicher alleine bestellen. (Foto: Eurabus GmbH)
Claus Bünnagel

Aufgrund der großen Nachfrage können bei Eurabus nun auch Batteriesysteme geordert werden – für elektrische Nutzfahrzeuge, aber auch als Pufferspeicher für Ladestationen sowie für Industrieregelspeicher. Bislang – seit 2012 – hatte das Berliner Unternehmen ausschließlich E-Busse verkauft, jeweils mit chinesischer Lithiumbatterietechnik. Es folgt damit dem Community-Ansatz, bei dem Skaleneffekte die Stückzahl erhöhen, die Preise senken und somit Elektronutzfahrzeuge für eine größere Käufergruppe erschwinglich werden. Das skalierbare Produkt von Eurabus bietet eine vergleichbar hohe Energiedichte von annähernd 200 Wh/kg. 

Bis zu 679 kWh Batteriekapazität 

In Kürze will Eurabus zudem eine Plug-and-Play-fähige Hochvoltantriebsplattform für Nutzfahrzeuge wie Busse und Lkws anbieten, die auch weiteren Interessenten offenstehen wird. Außerdem soll bald als nunmehr drittes aufeinanderfolgendes Modell der Eurabus 3.0 als Solo und 18-m-Gelenkbus (bis 150 Fahrgäste) auf den Markt kommen. Er bietet Reichweiten von bis zu 400 bzw. 650 km und eine Batteriekapazität von bis zu 679 kWh beim Gelenkbus. Die Akkugarantie beträgt zehn Jahre. Eurabus hat im vergangenen Jahr die Marke von 1.000 verkauften Bussen erreicht. E-Busse des Unternehmens sind in zahlreichen Staaten weltweit unterwegs. Insgesamt wurden bislang Lieferverträge über mehr als 1.400 Einheiten abgeschlossen. Der Eurabus 3.0 wird zukünftig u.a. in Aserbaidschan, Kasachstan und Lateinamerika unterwegs sein, während Verhandlungen mit Kunden in Europa oder dem Nahen Osten laufen.

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