Busworld Kortrijk 2017: Neues modulares Batteriesystem von Akasol

Batteriehersteller erweitert wegen großer Nachfrage Produktionskapazität.
Zwei europäische Bushersteller setzen ab 2018 auf die Technologie: Die Hochleistungs-Batteriesysteme von Akasol lassen sich je nach Busmodell flexibel positionieren. (Grafik: Akasol)
Zwei europäische Bushersteller setzen ab 2018 auf die Technologie: Die Hochleistungs-Batteriesysteme von Akasol lassen sich je nach Busmodell flexibel positionieren. (Grafik: Akasol)
Anja Kiewitt

Für Elektro- und Hybridbusse: Das modulare Batteriesystem "Akasystem OEM" als komplette Dachinstallation samt Chiller und anderen Zusatzkomponenten zeigt die Darmstädter Akasol GmbH auf der Busworld Europe 2017 im belgischen Kortrijk (busplaner berichtete). Laut dem Unternehmen setzen ab 2018 zwei europäische Bushersteller auf die Technologie und wollen in den kommenden Jahren circa 10.000 E-Busse damit ausstatten.

Kompakt, standardisiert und frei skalierbar

Akasystem OEM punktet nach Angaben des Herstellers zum einen mit kompakten Abmessungen (150 x 700 x 1.700 mm). Der Einsatz standardisierter PHEV-Batteriemodule (Plug-In-Hybrid Electric Vehicle), wie sie auch im Pkw-Segment eingesetzt werden, spiegle sich zum anderen in einem wirtschaftlich attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis wieder. Die Hochleistungs-Batterien sind gemäß der Norm ISO 26262 entwickelt, frei skalierbar und verfügen über neuartige Wasser-Glykol-Kühlung, so Akasol. Das Lithium-Ionen-Batteriesystem erreiche mehr als 3.000 Vollzyklen und könne mit bis zu 500 Kilowatt schnellgeladen werden. In der Standardausführung verfüge das Akasystem OEM über eine Speicherkapazität von 24,4 kWh bei einer Spannungslage von 661 Volt (nominell) und erreiche Leistungen von 150 kWp.

Ausbau der Produktionskapazität

Um weitere Aufträge annehmen zu können, nimmt Akasol in Kürze zwei weitere Produktionsstandorte mit mehr als 3.700 Quadratmeter zusätzlicher Hallen- und Bürofläche in Betrieb. Am künftig größten Standort in Langen will das Unternehmen noch in diesem Jahr mit der Großserien-Produktion von Batteriesystemen für E-Busse mit einer Kapazität von bis zu 300 MWh in der ersten Ausbaustufe starten. Damit lassen sich 1.000 (300 kWh) bis 1.500 (200 kWh) E-Busse jährlich ausstatten, so der Hersteller. Im zweiten Schritt soll die Kapazität auf bis zu 600 MWh pro Jahr (2.000 bis 3.000 Busse) ausgebaut werden. Bereits im November will Akasol eine automatisierte, Automotive-taugliche Serienproduktionslinie in Betrieb nehmen.

Busworld Kortrijk 2017 (20. bis 25. Oktober, Kortrijk, Belgien), Halle 9, Stand 910a

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