Akasol erhält Folgeauftrag von Volvo

Der Batteriespezialist liefert den Schweden bis Ende 2027 Systeme der dritten Generation im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Mit dem Einsatz von Rundzellen steigt die Energiedichte in den Batteriesystemen von Akasol – auch für den Kunden Volvo – deutlich. (Foto: Akasol AG)
Mit dem Einsatz von Rundzellen steigt die Energiedichte in den Batteriesystemen von Akasol – auch für den Kunden Volvo – deutlich. (Foto: Akasol AG)
Claus Bünnagel

Akasol hat von Volvo erneut einen großen Folgeauftrag mit einem Gesamtvolumen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten. Das hessische Unternehmen wird den Schweden ab 2021 bis Ende 2027 die dritte Generation von Hochenergiebatteriesystemen liefern.Erst im Februar 2019 erweiterte Akasol den bestehenden Rahmenvertrag mit Volvo über die Lieferung der zweiten Batteriesystemgeneration im mittleren bis oberen dreistelligen Millionen-Euro-Volumen.

Verdopplung der Kapazität

Die Energiedichte der Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesysteme aus Darmstadt und Langen wächst beständig. Betrug die Kapazität bei der ersten Generation 50 kWh pro Doppelmodul, sind es mit der fast baugleichen, schnellladbaren zweiten Generation des AKASystem OEM PRC ab 2020 schon 66 kWh ist. Bereits ab 2021 wird Akasol dann ergänzend die dritte Batteriesystemgeneration liefern: Das sogenannte AKASystem AKM CYC hat dabei die gleichen Abmessungen wie die beiden Vorgängergenerationen, jedoch wird es mit einer sehr hohen Speicherkapazität von ca. 100 kWh pro Pack nahezu die doppelte Energiemenge bereitstellen. Möglich wird dies im Wesentlichen durch die Verwendung zylindrischer Zellmodule vom Typ AKAModule CYC. Durch den Einsatz dieser Batteriesystemtechnologie können je nach installierter Energiemenge Reichweiten für elektrische Busse von bis zu 700 km im Realbetrieb erreicht werden. Darüber hinaus kann die dritte Generation mit Leistungen von bis zu 500 kW geladen werden. 

Auftragsbestand bis 2027 von 2 Mrd. Euro

CFO Carsten Bovenschen: „Das Volumen dieses neuen Auftrags erhöht den Gesamtauftragsbestand bis 2027 auf rund 2 Mrd. Euro. Das unterstützt die langfristigen Expansionspläne von Akasol sowie die fortgeschrittenen Investitionen in Organisation, Infrastruktur und Produktionskapazitäten.“ 

Produziert werden die Batteriesysteme der ersten und zweiten Generation am Serienproduktionsstandort in Langen/Hessen. Dort wird bereits Ende des laufenden Jahres die zweite Produktionslinie installiert, um ab Mitte 2020 und damit sechs Monate früher als geplant mit der Serienproduktion für die Systeme der zweiten Generation zu beginnen. Die dritte Generation soll am neuen Hauptsitz in Darmstadt gefertigt werden. Nach heutiger Planung wird der neue Standort bis Mitte 2020 bezugsfertig sein, so dass mit dem pünktlichen Start der Serienproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu rechnen ist. Darüber hinaus werden ab 2022 auch am neuen Standort Detroit/Michigan die Batteriesysteme der zweiten und dritten Generation produziert.

Ausbau der Produktionskapazitäten

„Akasol wird in den kommenden Jahren wie im Rahmen des Börsengangs angekündigt massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten investieren. Neben einer jährlichen Kapazität von 800 MWh für 2020 am Standort Langen werden wir ab dem zweiten Halbjahr 2021 am neuen Hauptsitz in Darmstadt zusätzlich 2 GWh Produktionskapazität anbieten können. Zusammen mit den geplanten US-Produktionslinien wird Akasol ab 2022 über eine Gesamtproduktionskapazität von bis zu 5 GWh pro Jahr verfügen. Damit bleiben wir führender Hersteller von Nutzfahrzeugbatteriesystemen in Europa und voraussichtlich auch in Nordamerika“, umreißt CEO Sven Schulz den Expansionskurs der kommenden Jahre.

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