Akasol bestellt Produktionsanlagen für die Gigafactory 1 bei Manz

Die Auslieferung der ersten Maschinen zur vollautomatisierten Fertigung von Hochleistungsbatteriemodulen soll noch 2020 erfolgen.

Martin Drasch (Vorstandsvorsitzender der Manz AG, l.), und Akasol-CEO Sven Schulz bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. (Foto: Akasol AG)
Martin Drasch (Vorstandsvorsitzender der Manz AG, l.), und Akasol-CEO Sven Schulz bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. (Foto: Akasol AG)
Claus Bünnagel

Die Akasol AG hat die Manz AG, einen weltweit führenden Hightechmaschinenbauer, mit der Lieferung von Produktionsanlagen zur vollautomatisierten Fertigung von Hochleistungsbatteriemodulen für die Gigafactory 1 in Darmstadt beauftragt. Das an verschiedene Optionen geknüpfte Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf bis zu 20 Mio. Euro und beinhaltet u.a. auch Fertigungslinien für den neuen US-Standort in Hazel Park, Michigan. Darüber hinaus teilt das Unternehmen mit, dass sich die Ausschreibung weiterer Produktionsanlagen für die automatisierte Produktion von Batteriesystemen aktuell in der finalen Phase befindet. 

Reichweiten bis 800 km

Nachdem Akasol im Sommer 2019 einen weiteren Serienauftrag von Volvo im hohen dreistelligen Millionenbereich gewinnen konnte, erfolgt nun der planmäßige Aufbau neuer Produktionskapazitäten, mit denen ab 2021 in der neuen Gigafactory 1 im Süden Darmstadts produziert werden wird. Dort werden die neuen Ultrahochenergiebatteriesysteme vom Typ AKASystem AKM CYC hergestellt, die eine gegenüber heutigen Systemen verbesserte Energiedichte erreichen und im Realbetrieb in vollelektrischen Bussen und Nutzfahrzeugen Reichweitenanforderungen von 600 bis 800 km ermöglichen sollen.

Manz mit Hauptsitz in Reutlingen besitzt eine umfassende Expertise auf dem Gebiet von automatischen Batterie-, Zell- und Modulproduktionsanlagen und konnte in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte in der Automobilindustrie erfolgreich realisieren. 

Mit einer Gesamtkapazität von bis zu 5 GWh in der neuen Gigafactory 1 in Darmstadt ist Akasol gut aufgestellt, um die mit unserem Serienkunden vereinbarten Stückzahlen innerhalb der kommenden Jahre liefern zu können. Darüber hinaus bildet die neue Gigafactory 1 eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Nordamerika, wo wir ab Anfang 2022 die Gigafactory 2 mit nahezu identischem Produktionsequipment in Betrieb nehmen werden. (CEO Sven Schulz) 

Neuer Firmensitz

Neben dem Aufbau neuer Produktionskapazitäten liegt Akasols Investitionsschwerpunkt in den nächsten Monaten auf der Errichtung des neuen Firmensitzes, wo auf dem rund 20.000 m2 großen Grundstück neben der Gigafactory 1 ein Test- und Validierungszentrum sowie ein Hauptverwaltungsgebäude entstehen und Platz für bis zu 500 Arbeitsplätze.

Wir investieren bis zum Ende dieses Jahres allein planmäßig rund 60 Mio. Euro in die Infrastruktur unserer neuen Unternehmenszentrale in Darmstadt. Damit unterstreichen wir unsere Konzernstrategie, als Global Player das vor uns liegende dynamische Wachstum erfolgreich zu bewältigen und darüber hinaus den Grundstein für einen langfristigen Unternehmenserfolg in Form einer Zusammenarbeit mit weiteren Serienkunden zu legen. (CFO Carsten Bovenschen)

Über Akasol

Akasol ist ein führender deutscher Hersteller von Hochleistungs-Lithium-Ionen- Batteriesystemen für Busse, Nutzfahrzeuge, Schienenfahrzeuge, Industriefahrzeuge sowie für Schiffe und Boote. Mit fast 30 Jahren Erfahrung ist das hessische Unternehmen ein Pionier in der Entwicklung und Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für den kommerzielle Anwendungen. Die Aktien der Akasol AG werden seit dem 29. Juni 2018 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. 

Mit Firmensitz in Darmstadt betreibt Akasol in Langen (Hessen) eine Fertigungsanlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 300 MWh im Jahr, die bis 2020 auf bis zu 800 MWh ausgebaut werden wird. Die nach Unternehmensangaben größte Lithium-Ionen-Batteriesystem-Produktionsanlage für Nutzfahrzeuge in Europa kann seit diesem Jahr Batteriesysteme für bis zu 3.000 vollelektrische Busse oder für bis zu 6.000 mittelgroße Nutzfahrzeuge produzieren. 

Die Systeme von Akasol werden an führende OEM-Kunden geliefert, darunter Daimler, Volvo, Alstom, Bombardier, Rolls-Royce Power Systems (MTU Friedrichshafen). Das Unternehmen verfügt dabei über ein technologieunabhängiges Produktportfolio und kann somit auf individuelle Kundenbedürfnisse eingehen.

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