ÖPNV: BVG testet Busse mit Überlänge

Anhängergespann und Gelenkbus für zwölf Tage im Einsatz in Berlin.
Redaktion (allg.)

Seit dem 26. August testen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zwei besonders lange Busse: ein Anhängergespann der Hersteller MAN SE, München, und Göppel Bus GmbH, Augsburg, sowie den neuen "CapaCity L"-Gelenkbus der Mercedes-Benz AG, Stuttgart. Für zwölf Tage sollen sie nach Angaben der BVG auf den Linien 135 und 236 im Berliner Westen unterwegs sein. Die Mitfahrt in den Testbussen ist für Fahrgäste gratis.

Mehr Platz für Rollstuhl und Kinderwagen

Die langen Busse bieten laut BVG einige Vorteile: Statt der 99 möglichen Fahrgäste im üblichen Gelenkbus hätten im CapaCity L insgesamt 124 Personen Platz, der Anhängerbus soll Platz für 130 Fahrgäste bieten. Der Anhängerbus verfüge zudem über Plätze für Rollstühle und Kinderwagen sowie Klapprampen. Er könne sich an den Haltestellen absenken (Kneeling), um den Einstieg der Fahrgäste zu erleichtern. Der CapaCity L ist nach BVG-Angaben ein Niederflurbus und über die volle Länge des Fahrgastraums barrierefrei.

Haltestellen zu klein

Aktuell dürfen die Busse allerdings nur mit einer Ausnahmegenehmigung fahren. Das zulässige Maximalmaß für Fahrzeugkombinationen von 18,75 Metern wird von beiden Fahrzeugen deutlich überschritten, außerdem müssten viele Haltestellen ausgebaut werden, so die BVG.

(kb)
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