Bushaltestelle ohne Hindernisse

Region Hannover investiert in den barrierefreien Ausbau des Nahverkehrs
Askin Bulut

Die Region Hannover setzt auch 2013 den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen fort. In diesem Jahr werden in den Kommunen Garbsen, Hemmingen, Pattensen und Uetze insgesamt 16 Stationen so umgestaltet, dass auch Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit leichter ein- und aussteigen können. Wichtigste bauliche Veränderungen sind dabei erhöhte Borde am Fahrbahnrand, vergrößerte Flächen im Wartebereich und Führungselemente im Pflaster, um Blinden und Sehbehinderten eine bessere Orientierung zu ermöglichen.

„Anders als bei Stadtbahn und S-Bahn besteht im Busbereich noch ein erheblicher Ausbaubedarf“, erläuterte der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, das Haltestellenprogramm: „In enger Abstimmung mit den Kommunen und den Verkehrsunternehmen streben wir an, zunächst in jedem Ortsteil einer Stadt oder Gemeinde mindestens eine barrierefreie Bushaltestelle anzubieten und dann weiter dieses Netz zu verdichten.“ Auch für das kommende Jahr plane die Region Hannover weitere Fördermittel für Umbaumaßnahmen zu beantragen.

Ziel des 2001 gestarteten Aktionsplans „Barrierefreier Linienverkehr“ der Region Hannover ist es, mobilitätseingeschränkten Menschen eine bequemere und sichere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu ermöglichen. Dafür werden die Einstiegsbereiche der Bus-Haltestellen auf 16 bis 18 Zentimeter über Straßen-Niveau angehoben und sogenannte „Sonderborde“ gesetzt, die den Abstand zwischen Bus und Bordsteinkante verkürzen. Taktile Elemente (Tasthilfen) im Bodenbelag erleichtern sehbehinderten Menschen die Orientierung. Die Wartehallen verfügen über Sitzgelegenheiten.

Voraussetzung zur stufenlosen Nutzung des Nahverkehrs ist der Einsatz von Niederflurbussen mit Kneeling-Technik. Die Auswahl der umzubauenden Haltestellen erfolge mit Blick auf die Netzwirkung der Linien, die sich im Zusammenspiel mit dem S-Bahn- und Stadtbahnsystem bausteinartig ergänzten. Höchste Priorität hätten Stationen, die als Umsteigepunkte für viele Fahrgäste wichtig seien und in deren Einzugsbereich soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Behindertenwohnheime oder Seniorenstifte liegen, so die Region Hannover.

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