DB Regio schickt seniorengerechten „Easy Bus“ auf Strecke

Vorreiter: DB Regio Bus setzt ab sofort einen auf die Bedürfnisse älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen abgestimmten Iveco-Bus im Linienbetrieb ein.

Barrierefreiheit im ÖPNV: Der speziell auf die Bedürfnisse von Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkungen umgebaute „Easy Bus“ vom Typ Iveco Crossway LE wird im Ostallgäu im Linienverkehr eingesetzt. (Foto: Deutsche Bahn)
Barrierefreiheit im ÖPNV: Der speziell auf die Bedürfnisse von Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkungen umgebaute „Easy Bus“ vom Typ Iveco Crossway LE wird im Ostallgäu im Linienverkehr eingesetzt. (Foto: Deutsche Bahn)
Martina Weyh

Ein Beispiel, das in ganz Deutschland Schule machen sollte: Aus dem gemeinsamen Projekt „Mobilität im Alter“ von DB Regio, der Hochschule Fresenuis und dem Bushersteller Iveco ist der barrierefreie „Easy Bus“ auf Basis des Iveco-Modells Crossway LE hervorgegangen. Nach der erfolgreich bestandenen Testphase wird der speziell auf die Bedürfnisse der im Fokus stehenden Zielgruppe abgestimmte „Easy Bus“ jetzt im südlichen Landkreis Ostallgäu im Linienbetrieb auf wechselnden Strecken eingesetzt.

Leuchtturmprojekt: Was den Spezialbus vom Typ Iveco Crossway LE auszeichnet

Durch die aufgedruckten Informationen auf der Außenfolierung des Busses können sich Fahrgäste bereits vor Fahrtantritt kundig machen, was den „Easy Bus“ von anderen Bussen unterscheidet.

Der speziell benötigte Zuschnitt auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter und älterer Menschen und die dafür technisch notwendigen Änderungen wurde von der Hochschule Fresenius im Vorfeld umfänglich erforscht.

Schon am vorderen Teil des Busses hat der Hersteller deutlich sichtbare Veränderungen vorgenommen: so ist die Einstiegstür beim Fahrer auf 1.200 mm verbreitert, damit Fahrgäste vorne mit einem Rollator einsteigen können, bei Bedarf auch über eine Klapprampe.

Neben sicherheitsrelevanten wurden beim Ausbau des „Easy Bus“ auch psychologische Effekte berücksichtigt, z.B. mit farblichen Boden- und Sitzmarkierungen, die die Orientierung erleichtern helfen und im zusätzlich verbreiterten Gang des Fahrzeugs zum geeigneten Sitzplatz führen.

Zudem wurde die Anordnung der Sitze angepasst. Der vordere Bereich des „Easy Busses“ wurde mit einer Dreier-Sitzgruppe ausgestattet, die so bemessen ist, dass Fahrgäste ihren Rollator vor sich aufstellen können. Für mehr Halt und Stabilität während der Fahrt sollen speziell angeordnete gepolsterte Rückenlehnen und an Rollstuhlfahrer angepasste Stellbereiche Sorge tragen.

Darüber hinaus gibt es vier Sitzplätze mit erhöhter Sitzposition, die ebenfalls farblich markiert sind, zwei davon sind mit einem Podest unterbaut, um die Füße in der gewohnten Position mit Bodenkontakt zu halten. Mithilfe von Gasdämpfern ist die Neigung der Sitzflächen optimal auf die Bedürfnisse des jeweiligen Fahrgastes einstellbar und soll das Hinsetzen und Aufstehen unterstüzen und erleichtern.

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