ÖPNV: Cottbusverkehr protestiert gegen Unterfinanzierung

Verkehrsbetrieb fordert mehr staatliche Mittel für dringende Investitionen.
Anja Kiewitt

Zu geringe Budgets des Bundes erschweren den Erhalt und die Sicherung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) drastisch, mahnt die Cottbusverkehr GmbH. Längst könne der Aufwand nur noch durch größte Anstrengungen gedeckt werden, teilt der Dienstleister für den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße mit.

Investitionen nahezu unmöglich

Dringend notwendige Investitionen in neue Fahrzeuge und Technik, Gleise oder den barrierefreien Ausbau von Haltestellen seien durch die zunehmende Unterfinanzierung nahezu unmöglich, heißt es weiter aus Cottbus. Erschwerend komme hinzu, dass wichtige Finanzierungsgrundlagen für den ÖPNV auslaufen. Kaum ein Verkehrsbetrieb könne den Sanierungsbedarf der vorhandenen Infrastruktur noch aus eigenen Mitteln decken.

Sichere Finanzierung gefordert

Gleichzeitig werde das Angebot im öffentlichen Schienenverkehr sukzessive verringert. Um die Mobilität der Fahrgäste im ÖPNV auch zukünftig zu erhalten sowie angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Bedarfs weiter auszubauen, fordert Cottbusverkehr eine sichere Finanzierung durch Bund und Länder.

Teilnahme an Demonstration

Das Unternehmen testet seit Anfang Juni mehrere Elektro-Busse verschiedener Hersteller (busplaner berichtete) und beteiligt sich am heutigen Aktionstag "Rettet Bus&Bahn" der Gewerkschaft ver.di in Potsdam. Gemeinsam mit den Brandenburger Verkehrsunternehmen will die Gewerkschaft mittels einer Kundgebung vor dem Brandenburger Ministerium der Finanzen und einer anschließenden Demonstration auf die prekäre Lage des ÖPNV aufmerksam machen.

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