Üstra und Solaris starten Elektrobus-Test in Hannover

BMUB fördert 2,55-Millionen-Euro-Projekt mit 900.000 Euro.
Anja Kiewitt

Die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG hat den angekündigten Testbetrieb mit drei Elektrobussen "Solaris Urbino 12 electric" der neuen Generation gestartet. Wie busplaner berichtete, orderten die Verkehrsbetriebe die drei Fahrzeuge Ende 2014 bei der polnischen Solaris Bus & Coach S.A. mit Sitz in Bolechowo. Die neuen E-Busse werden demnach mit Schnelladebatterien und CO2-freiem Strom betrieben.

Insgesamt 2,55 Millionen Euro Kosten

Die Gesamtkosten für den Einsatz der drei Elektrobusse belaufen sich auf etwa 2,55 Millionen Euro und umfassen die Anschaffung der Busse, der Ladeinfrastruktur und die Begleitforschung. Davon übernimmt das Bundesumweltministerium (BMUB) im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbar mobil“ rund 900.000 Euro. Das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme begleitet den Praxistest wissenschaftlich. 

Monitore, WLAN und doppelte Rampe

Die Busse standen auch im Mittelpunkt des Messeauftritts von Solaris auf der Busfachmesse Busworld Kortrijk 2015, die Mitte Oktober vergangenen Jahres in Belgien stattfand (busplaner berichtete). Wie jetzt bekannt wurde, können die Fahrgäste in den drei neuen Urbino 12 electric in Hannover während der Fahrt den Batteriezustand und die Stromverteilung über einen Monitor verfolgen. Außerdem werden alle drei Busse testweise mit einer WLAN-Funktion ausgestattet, teilt Solaris mit. Eine Neuheit bilde zudem eine doppelte Rampe für den barrierefreien Einstieg. Neben der elektrischen Rampe, die automatisch ausgefahren werde, gibt es nach Herstellerangaben erstmals auch eine manuell ausklappbare Variante.

Langjährige Zusammenarbeit

Üstra hat in der Vergangenheit bereits mit Solaris zusammengearbeitet und nutzt derzeit sowohl Diesel- als auch Hybridbusse der Polen. Zuletzt schaffte das Unternehmen im vergangenen Jahr sieben Hybrid-Gelenkbusse des Herstellers an (busplaner berichtete).

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