ÖPNV: Regiobuslinien auf Erfolgskurs in Baden-Württemberg

Kostendeckung der Regiobusse bei 20 Prozent, weitere sechs Linien geplant.
Positive Bilanz: Die Regiobusse in Baden-Württemberg decken die Lücke zwischen Bus und Bahn und weisen im ersten Betriebsjahr eine höhere Kostendeckung auf als erwartet. (Foto: Ralf Braum/Deutsche Bahn AG)
Positive Bilanz: Die Regiobusse in Baden-Württemberg decken die Lücke zwischen Bus und Bahn und weisen im ersten Betriebsjahr eine höhere Kostendeckung auf als erwartet. (Foto: Ralf Braum/Deutsche Bahn AG)
Uta Madler

Die Bilanz des Förderprogramms „Regiobuslinien“ für das erste Betriebsjahr 2016 fällt nach Angaben des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg (VM), Stuttgart, positiv aus. Für fünf Regiobuslinien liegen die Zahlen vor. Der Kostendeckungsgrad aller Regiobuslinien liege bislang bei über 20 Prozent, in zwei Fällen bei 37 beziehungsweise 64 Prozent.

Defizit geringer als erwartet

Das Land übernimmt im Rahmen des Förderprogramms „Regiobuslinien“ jeweils die Hälfte des entstehenden Betriebskostendefizits für die Neueinrichtung oder den Ausbau der Buslinien. Dieses war laut VM im Jahr 2016 um 300.000 Euro geringer als ursprünglich kalkuliert. Bislang wurden in Baden-Württemberg elf Regiobuslinien bewilligt, bis zu sechs weitere Linien sind für 2018 geplant. Das Land will sein finanzielles Engagement bis 2021 auf zehn Millionen Euro pro Jahr ausbauen.

Lücke zwischen Bus und Bahn schließen

Die Regiobusse, mit Klimatisierung und WLAN, fahren im Stundentakt und sollen Lücken im Netz zwischen Bus und Bahn für Pendler schließen. Die Betriebszeiten der Regiobuslinien orientieren sich dabei sowohl unter der Woche, als auch am Wochenende an denen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV).

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