Karlsruhe: Übernachtungszahlen wachsen, Betten fehlen

Bis 2030 benötigt die Stadt rund 1.800 neue Hotelbetten.
Mangelware Hotelbetten: Laut einem neuen Gutachten fehlen in Karlsruhe vor allem Drei- und Vier-Sterne-Hotels. (Foto: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)
Mangelware Hotelbetten: Laut einem neuen Gutachten fehlen in Karlsruhe vor allem Drei- und Vier-Sterne-Hotels. (Foto: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)
Julia Lenhardt

Busunternehmer, die Karlsruhe ansteuern, könnten Probleme bekommen, ihre Kunden unterzubringen. Zwar wächst der Beherbergungssektor in der Stadt, doch Betten sind Mangelware. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten neuen Hotelgutachten für die Stadt hervor, erklärt die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH.

30 Prozent Touristik

Das Segment Touristik macht nach Gutachten mittlerweile 30 Prozent des Übernachtungsaufkommens aus. Der Geschäftsreiseverkehr und die Übernachtungen im Bereich Messen und Kongresse haben demnach deutlich zugenommen. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2015 verdoppelten sich die Ankünfte von rund 314.000 auf etwa 621.000, so die Verantwortlichen. Das Übernachtungsaufkommen stieg demnach von rund 606.000 Übernachtungen auf circa 1.097.000.

1.800 Betten fehlen

Demgegenüber steht jedoch ein Zuwachs beim Bettenangebot von lediglich acht Prozent, so die Studie. Die Stadt benötige bis zum Jahr 2030 rund 1.800 neue Hotelbetten beziehungsweise circa 900 Hotelzimmer. Dies würde bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 180 bis 200 Zimmern etwa vier bis fünf neue Hotels, bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 125 bis 150 Zimmern rund fünf bis sechs neue Hotels in Karlsruhe bedeuten.

Strahlkraft fehlt

Laut dem Hotelgutachten ist der Bereich der Low-Budget-Hotels in Karlsruhe gut repräsentiert, jedoch fehlen Drei- bis Vier-Sterne-Hotels, die über nationale sowie internationale „Strahlkraft“ verfügen. Diese seien besonders für die Geshäftsreisenden wichtig.

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