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München testet autonomen eGO Mover

Noch in diesem Jahr will die bayerische Landeshauptstadt mit dem autonom fahrenden Shuttlebusse im Olympiapark in den Testbetrieb gehen. Den Rahmen bildet Mobilitätstechnologieprojekt "Easy Ride".

Nicht zum Rathaus, aber durch den Olympiapark sollen ab Herbst die ersten autonom agierenden eGo Mover rollen. | Foto: eGO
Nicht zum Rathaus, aber durch den Olympiapark sollen ab Herbst die ersten autonom agierenden eGo Mover rollen. | Foto: eGO
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Julian Kral
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Die Münchener Verkehrsgesellschaft MVG hat seine Beteiligung an einem Pilotprojekt zum autonomen Fahren bekannt gegeben. Damit sollen neue Mobilitätsangebote für die Stadt entwickelt werden. Ein Baustein dabei ist ein fahrerloser Shuttle-Bus vom Typ Mover von eGO, der voraussichtlich ab Herbst im Olympiapark pendeln soll. Allerdings wird wie bei diesen Pilotprojekten üblich ein Mitarbeiter an Bord sein, der im Notfall eingreifen könnte. Sechs Wochen lang will der ÖPNV-Betreiber im Rahmen des Projekts "Easyride" untersuchen, wie autonom gesteuerte Busse bei den Fahrgästen ankommen. Das Mitfahren soll aber kostenlos und ohne Ticket möglich sein.

In dem vom Bund geförderten Projekt "Easyride - Automatisiertes und vernetztes Fahren im städtischen Kontext" analysiert und testet die Landeshauptstadt München diverse neue Technologien. Dabei ist nicht nur die MVG als Partner mit im Boot. Neben der BMW Group und den Stadtwerken München wirken die Technische Universität München, die Universität der Bundeswehr München, das Karlsruher Institut für Technologie, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit), die MAN Truck & Bus AG, die PTV Planung Transport und Verkehr AG und die UnternehmerTUM mit.

Auch Pooling-Dienste und Apps sollen systematisch erprobt werden

Für die planerischen Aufgaben ist das Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München verantwortlich, die rechtlichen und technischen Belange des Straßenverkehrs koordiniert das Kreisverwaltungsreferat. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt mit 6,6 Millionen Euro, das Gesamtvolumen beläuft sich auf 10,56 Millionen Euro. Unter anderem sollen auch Smartphone-Apps getestet werden, etwa sogenannte Pooling-Dienste. Darunter versteht man einen ÖPNV nach dem Ruftaxi-Prinzip, in dem sich Fahrgäste mit dem selben Ziel zusammentun können. So soll der Anteil an Leerfahrten ohne Beifahrer gesenkt werden - was langfristig weniger Verkehr auf den Straßen bedeutet.

Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter misst dem "Easyride"-Projekt als Baustein der Münchner Verkehrs- und Wirtschaftspolitik große Bedeutung bei.

"Das autonome Fahren hat Potenzial, die Mobilität in München zu verbessern und gleichzeitig den Flächenverbrauch durch abgestellte Fahrzeuge zu reduzieren", glaubt der OB

Noch bis Ende 2020 laufen die Tests im Rahmen von "Easyride" - danach sollen die Ergebnisse ausgewertet werden und in konkrete Empfehlungen münden. So wäre denkbar, dass nach dem Test im Olympiapark zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich eine autonom betriebene Buslinie im Regelbetrieb über Münchens Straßen fährt.

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