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Autonomes Fahren: Neue Testumgebung für Busse in Lauenburg

Test im realen Betrieb mit Fahrgästen und Mischverkehr geplant.
Autonomer Busverkehr in Lauenburg: 2019 soll laut der VHH der Startschuss zur Ausbauphase 1 fallen. (Foto: Peter Smola/Pixelio.de)
Autonomer Busverkehr in Lauenburg: 2019 soll laut der VHH der Startschuss zur Ausbauphase 1 fallen. (Foto: Peter Smola/Pixelio.de)
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Julia Lenhardt

Im Kreis Herzogtum Lauenburg geht man im ÖPNV mit dem Aufbau eines Testzentrums für automatisiert verkehrende Busse (TaBuLa) einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Im Projekt TaBuLa (Laufzeit: 1.1.2018 – 30.06.2020) sollen Potenziale und Hemmnisse des Einsatzes automatisierter und vernetzter Fahrzeuge im ÖPNV untersucht und eine Testumgebung für automatisierte Busverkehre unter realen Bedingungen geschaffen werden, erklärt die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH. Ziel ist dabei der Aufbau einer Testumgebung, welche sich nicht auf einem abgeschlossenen Gelände befindet, sondern im realen Betrieb mit Fahrgästen und Mischverkehr funktioniert.

Verschiedene Ausbaustufen geplant

Bis der erste Kleinbus durch Lauenburg fährt, wird es allerdings noch ein wenig dauern. Das erste Jahr wird von der Auswahl der Fahrzeuge und der Umsetzung von Anforderungen an die Umgebung sowie der Genehmigung des Verkehrs geprägt sein. Erst Anfang 2019 soll der Startschuss zur Ausbauphase 1 fallen. Dann soll der automatisiert fahrende Kleinbus zwischen dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und dem Rathaus in der Oberstadt verkehren. In der anschließenden zweiten Ausbaustufe wird die rund 300 Meter lange Strecke ausgeweitet. In der dritten und abschließenden Phase soll der automatisiert fahrende Kleinbus dann auf einem Teilstück der bestehenden VHH-Linie 338 zum Einsatz kommen und vom ZOB in die Unterstadt sowie wieder zurück verkehren. Nach einem Probebetrieb ohne Fahrgäste erfolgt der automatisierte Betrieb mit Fahrgästen und Begleiter. Angestrebt wird in einer zweiten Phase der autonome Betrieb mit Fahrgästen ohne Begleitung.

Erkenntnisse lassen sich übertragen

Das Projektvolumen beträgt 2,3 Millionen Euro. 1,9 Millionen Euro werden durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ gefördert. Projektpartner sind der Kreis Herzogtum Lauenburg als ÖPNV-Aufgabenträger sowie die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) als Betreiber der Fahrzeuge. Für die Projektleitung sowie die wissenschaftliche Begleitung zeichnet die Technische Universität Hamburg (TUHH) verantwortlich. Als Testzentrum wurde die Stadt Lauenburg/Elbe ausgewählt, da sie exemplarisch für die Kategorie der Kleinstädte im ländlichen Raum steht und sich somit die gewonnenen Erkenntnisse auf viele andere Städte übertragen lassen, so die VHH.

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