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Autonome BVG-Busse im Pendelverkehr an der Charité

Seit gestern fahren die gelben Minibusse im Fahrgastbetrieb.
Auf dem Gelände der Berliner Charité startet der Fahrgastbetrieb mit vier elektrischen und fahrerlosen BVG-Minibussen. Je zwei der Fahrzeuge stammen von den Herstellern Easymile und Navya. (Foto: BVG/Andreas Süß)
Auf dem Gelände der Berliner Charité startet der Fahrgastbetrieb mit vier elektrischen und fahrerlosen BVG-Minibussen. Je zwei der Fahrzeuge stammen von den Herstellern Easymile und Navya. (Foto: BVG/Andreas Süß)
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Redaktion (allg.)

Das im Sommer 2017 in Berlin vorgestellte Projekt "Stimulate" kam am gestrigen Montag in Fahrt. Nach einer Testphase sind die elektrisch und selbsttätig angetriebenen Kleinbusse auf dem Campus Charité Mitte unterwegs und für den Fahrgastbetrieb freigegeben, wie es in einer Mitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hieß. Im April wird der Transport auf die Virchow-Kliniken ausgeweitet. Beide Standorte eigneten sich gemäß den Angaben des Projektbetreibers besonders als Testfläche für das autonome Fahren, da diese vom öffentlichen Straßenland abgegrenzt sind. Dennoch verfüge das Areal über Gehwege, Kreuzungen sowie Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer, Pkw, Lkw und Busse und bilde somit den Berliner Verkehrsalltag "im Kleinen ab".

Nächster Schritt für frühjahr 2019 geplant

In der Anfangsphase fährt stets eine Begleitperson mit, die im Zweifelsfall eingreifen kann. Voraussichtlich ab Frühjahr 2019 wollen die Projektpartner BVG, Charité und das Land Berlin den nächsten Schritt wagen und das unbegleitete Fahren testen. Insgesamt vier Minibusse der französischen Hersteller Navya und Easymile sind für das Pilotprojekt vorgesehen, hieß es. Sie bieten Sitzplätze für elf (Navya) bzw. sechs (EasyMile) Fahrgäste und sind mit  einer Höchstgeschwindigkeit von maximal zwölf Stundenkilometern unterwegs.

Planungsumfang sind 4,1 Millionen Euro

Das Land Berlin wird gemeinsam mit der Charité und ihrem Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften die Akzeptanz und weitere praktische Aspekte des fahrerlosen Betriebs untersuchen. Das Forschungsprojekt läuft bis zum Frühjahr 2020. Das Projektbudget liegt bei rund 4,1 Millionen Euro. Das Bundesumweltministerium fördert "Stimulate" mit rund 3,2 Millionen Euro.

Autor: Martin Schachtner, Chefredakteur Profi Werkstatt

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