Werbung
Werbung
Werbung

3D-gedruckter Shuttle-Bus im Crash-Test

Der autonom fahrende Bus „Olli“ des 2007 gegründeten Start-ups Local Motors mit Sitz in Phoenix, Arizona, hat einen simulierten Verkehrsunfall mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h frontal gegen eine Wand überstanden.

„Olli“ beim Crash-Test: Mittlerweile setzt der Hersteller Local Motors Verbundglas ein. (Foto: Local Motors)
„Olli“ beim Crash-Test: Mittlerweile setzt der Hersteller Local Motors Verbundglas ein. (Foto: Local Motors)
Werbung
Werbung
Martina Weyh

Das amerikanische Start-up-Unternehmen Local Motors aus Phoenix in Arizona stellt seinen autonom fahrenden Bus „Olli“ im 3D-Drucker her. Local Motors arbeitet bereits seit fünf Jahren an 3D-gedruckten Fahrzeugen, der Shuttle-Bus Olli kann nach Informationen des Unternehmens mittlerweile in rund zehn Stunden gedruckt werden. Um zu zeigen, dass auch gedruckte Strukturen stabil und sicher genug für den Praxiseinsatz sind, hat der Hersteller seinen Shuttle Bus nun einem Crash-Test unterzogen.

Beim simulierten Auffahrunfall frontal bei 40 km/h zerbrach das Glas an den Seitenfronten des Fahrzeugs, die Radaufhängung knickte ein und ein paar kleinere Karosserieteile flogen durch die Luft. Insgesamt aber, so das Ergebnis laut Hersteller, hat der autonome Bus den Unfall strukturell gut überstanden. Mittlerweile verwendet Local Motors Verbundglas, das nicht mehr in tausend Stücke zerbrechen kann. Bei einem zweiten Versuch mit 5 km/h wies das Fahrzeug laut Hersteller kaum Schäden auf.

Unternehmenschef Jay Rogers hat das Videomaterial zum Crash-Test auf der Videoplattform „The Verge“ online gestellt: https://www.theverge.com/2019/3/8/18255176/local-motors-olli-3d-printed-self-driving-shuttle-crash-test-footage. Seiner Ansicht nach ist der 3D-gedruckte Shuttlebus Olli genauso sicher, wie konventionell hergestellte Fahrzeuge. Der autonome Bus wurde bereits an verschiedenen Orten, u.a. in einem Vorort der US-amerikanischen Hauptstadt Washington und auf dem Campus EUREF in Berlin-Schöneberg getestet.

„Olli“ orientiert sich mit Hilfe gespeicherter Daten sowie mit Radar- und Lasersensoren. Dem Vernehmen nach fährt Olli in Berlin bislang unfallfrei. Er bleibt dort bis Ende August im Einsatz. Auch in der Schweiz hat man Interesse am autonomen Shuttle-Bus. Die Schweizerischen Bundesbahnen, das Unternehmen Mobility Carsharing, die Zugerland Verkehrsbetriebe, die Stadt Zug und das Technologiecluster Zug sind an dem Projektversuch beteiligt. Die beiden bestellten „Ollis“ sollen im schweizerischen Zug erprobt werden.

Mehr zum 3-D-Projekt Shuttlebus Olli ist auf der Webseite von Local Motors gebündelt: https://localmotors.com/meet-olli/

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung