Personalie: Steinbrück legt Amt als bdo-Präsident nieder

Unternehmer reagiert laut Verband auf drohende Insolvenz seiner Firma.
Von Insolvenz bedroht: Der Busunternehmer Wolfgang Steinbrück hat nach zwölf Jahren an der Verbandsspitze sein Amt als Präsident des bdo niedergelegt. (Foto: bdo)
Von Insolvenz bedroht: Der Busunternehmer Wolfgang Steinbrück hat nach zwölf Jahren an der Verbandsspitze sein Amt als Präsident des bdo niedergelegt. (Foto: bdo)
Anja Kiewitt

Mit sofortiger Wirkung hat Wolfgang Steinbrück heute sein Amt als Präsident des bdo Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V., Berlin, niedergelegt. Grund für diesen Schritt ist die drohende Insolvenz seiner Firma Wolfgang Steinbrück Omnibusbetrieb und Reisebüro e.K., teilt der Verband mit. Auslöser dafür sei der bereits seit langem anhaltende Kampf um ausstehende Zahlungen an den Gothaer Familienbetrieb. Das Beispiel stehe stellvertretend für eine aktuelle Tendenz im Busverkehr in Deutschland, bei der Städte und Gemeinden privatwirtschaftliche Unternehmen vom Markt drängen und öffentliche Unternehmen in eigener Hand mit Aufträgen versorgen, so der bdo.

Abschied nach zwölf Jahren an der Spitze

Vorstand und Hauptgeschäftsführung des bdo bedauern Steinbrücks Entschluss, heißt es weiter aus Berlin. Die verbandspolitischen Aufgaben werden demnach durch die beiden Vizepräsidenten des bdo, Karl Hülsmann und Ralf Weltersbach, fortgeführt. Steinbrück war seit 2005 Präsident des bdo. Er gehörte zuvor bereits seit 1993 zum Vorstand des Verbands. Parallel engagierte sich der Unternehmer als Vorsitzender im Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) e.V. in Erfurt. Im Jahr 2003 wurde dem Busunternehmer das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande verliehen.

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