Künstlicher Intelligenz auf der Spur

Eine Sonderausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden beschäftigt sich mit KI-Systemen.

Plakatmotiv der Ausstellung. (Gestaltung: Dominik Schech)
Plakatmotiv der Ausstellung. (Gestaltung: Dominik Schech)
Claus Bünnagel

„Künstliche Intelligenz. Maschinen – Lernen – Menschheitsträume“ heißt eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums, die am morgigen 6. November startet und bis 28. August 2022 in Dresden zu sehen ist. Sie gibt einen Überblick darüber, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) heute bereits zum Einsatz kommt und über welche damit verbundenen Fragestellungen und Probleme in der Gesellschaft diskutiert werden muss.

Kritische Fragestellungen

Ausgehend von den vorindustriellen Träumen von der intelligenten Maschine zeigt die Ausstellung, wie eng die Entwicklung und Anwendung von KI heute mit dem Ausbau ihrer globalen Infrastruktur zusammenhängt. Sie erläutert, wie das maschinelle Lernen funktioniert, und sie verdeutlicht, inwiefern KI der menschlichen Intelligenz ähnelt und sich doch fundamental von ihr unterscheidet. Anhand zahlreicher Beispiele erfahren die Besucher, wie der Einsatz von KI-Systemen unser Verständnis von Alltag, Mobilität, Arbeit, Gesundheit und Politik schon jetzt prägt und weiter verändern wird. Damit verbunden sind aber auch kritische Fragen an den Einsatz von KI: Welche Probleme können wir überhaupt damit lösen? Welche Entscheidungen wollen wir in die Hände von KI-Systemen legen? Wo wollen wir Grenzen ziehen? 

Schlüsseltechnologie im Wettbewerb

Künstliche Intelligenz wird heute als eine Schlüsseltechnologie im internationalen wissenschaftlichen und ökonomischen Wettbewerb betrachtet. Sie bietet aber auch Anlass für kontroverse Diskussionen. Denn einerseits ermöglicht und verspricht ihr Einsatz die effizientere, sicherere und bequemere Erledigung vieler komplizierter technischer Prozesse; andererseits ruft KI aber auch berechtigte Bedenken hervor: Nach welchen Kriterien trifft KI welche Entscheidungen? Wie verlässlich und neutral sind automatisierte Prozesse? Können unsere Privatsphäre und unsere informationelle Selbstbestimmung vor dem Zugriff von KI geschützt werden? 

800 m2 Ausstellungsfläche

Auf 800 m2 Ausstellungsfläche ermöglichen kulturhistorische Exponate, wissenschaftliche Objekte und Beiträge sowie audiovisuelle Medien differenzierte Einblicke in den aktuellen Entwicklungsstand von KI und den menschlichen Umgang mit dieser neuen Technologie. Darüber hinaus bieten internationale zeitgenössische Künstler mit ihren Arbeiten Reflexionsangebote, um über den Einfluss von KI auf unser Zusammenleben nachzudenken.

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