Verbände: Bayerische Busunternehmer setzen auf "vernetzte Mobilität"

71. Jahrestagung des LBO lockte 250 Fachbesucher nach Ingolstadt.

Verbandstreffen zum Jahresende: Bei der 71. LBO-Jahrestagung in Ingolstadt standen die verkehrs- und gewerbepolitischen Herausforderungen für das mittelständische bayerische Omnibusgewerbe im Fokus. (Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio.de)
Verbandstreffen zum Jahresende: Bei der 71. LBO-Jahrestagung in Ingolstadt standen die verkehrs- und gewerbepolitischen Herausforderungen für das mittelständische bayerische Omnibusgewerbe im Fokus. (Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio.de)
Julia Lenhardt

Schlüsselwörter wie „Digitalisierung“ und „vernetzte Mobilität“ prägten die 71. Jahrestagung des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmer (LBO) e. V., München, die Ende November in Ingolstadt unter dem Motto „Zukunft Bus – Damit Bayern mobil bleibt“ stattfand. Rund 250 Fachbesucher sowie 50 Aussteller waren der Einladung des LBO gefolgt, um sich im Fußballstadion "Audi-Sportpark" über die verkehrs- und gewerbepolitischen Herausforderungen für das mittelständisch geprägte bayerische Omnibusgewerbe zu informieren. Im Außenbereich der Bus- und Fachausstellung konnten die Teilnehmer auch 16 Fahrzeuge begutachten.

Busführerschein ab 17 Jahren

Im Rahmen der Veranstaltung forderte der Landesverband für das private Omnibusgewerbe unter anderem, dass Lohndumping verhindert und gute Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal geschaffen werden müssen. Zudem solle aufgrund des Fachkräftemangels ein Busführerschein ab 17 Jahren möglich sein. Eine Straßenmaut solle verhindert und fahrgastfreundliche Lenk- und Ruhezeiten geschaffen werden. Themen wie unter anderem die Fortsetzung der bayerischen ÖPNV-Finanzierung sowie die Bestätigung des Präsidiums und der Vorstandsmitglieder standen zudem auf der Tagesordnung. In Vorträgen stellten sich Partner wie etwa die Apassionata World in München sowie die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH den Teilnehmern vor.

Forderung: ÖPNV ausbauen

Ingolstadts Bürgermeister Sepp Mißlbeck betonte bei der Begrüßung die Bedeutung der privaten Busunternehmen für den öffentlichen Personennahverkehr in der Region. So werde der ÖPNV in Ingolstadt mit 100 Bussen der Stadt und 70 Bussen von privaten Verkehrsunternehmen organisiert. Täglich würden 65.000 Pendler in die Stadt und 25.00 Arbeitnehmer aus der Stadt fahren. Vor diesem Hintergrund müsse der ÖPNV in der Region noch weiter und nachhaltig ausgebaut werden. Die nächste LBO-Jahrestagung soll voraussichtlich am 21. November 2018 erneut in Ingolstadt stattfinden.

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