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Ausstellung 2019 - „Banker, Bordelle und Bohème“: Geschichte des Frankfurter Bahnhofsviertels

Institut für Stadtgeschichte thematisiert in seiner Schau noch bis zum 7. April 2019 die Historie des Stadtteils in 24 Stationen.

Die Ausstellung zeigt das Fankfurter Bahnhofsviertel im Wandel der Zeiten. (Foto: Institut für Stadtgeschichte)
Die Ausstellung zeigt das Fankfurter Bahnhofsviertel im Wandel der Zeiten. (Foto: Institut für Stadtgeschichte)
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Martina Weyh

„Die Ausstellung erhellt die wechselhafte Geschichte des Bahnhofsviertels. Hier wurde und wird Großstadt Realität, mit all ihren Facetten und Herausforderungen“, so Frankfurts Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Die 24 Stationen führen den Besucher vom Mittelalter und dem Hochgericht auf dem Galgenfeld bis in die heutigen Debatten um die Gentrifizierung des Stadtteils. Die Ausstellung verdeutlicht, wie beständig Immobilien- und Bodenspekulationen die Historie des Viertels durchziehen. Immer wieder musste die vormalige Bebauung neuen Nutzungskonzepten weichen: Sommerhäuser für noblere Villen, diese für Miets- oder Geschäftshäuser und diese wiederum für Hotels, Bürobauten oder Bankentürme.

Bau- und Technikgeschichte, Drogenproblematik und Rotlichtmilieu stehen in der Ausstellung gleichberechtigt nebeneinander. Die Schau widmet sich auch der Geschichte der früheren Westbahnhöfe, dem Bau des Hauptbahnhofs, der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung von 1891, den Planungen für das noble Wohn- und Geschäftsviertel sowie markanten Bauten wie das Schumanntheater, Hotels oder das Gewerkschaftshaus. Ebenso finden Aufstieg und Niedergang des Pelzhandels, alteingesessene Geschäfte, multikulturelle Geschäftswelt und Bars, Herausforderungen und Erfolge der Drogenproblematik, Rotlichtmilieu und Nightlife, Bankentürme und Entvölkerung des Stadtviertels Berücksichtigung.

Neben Darstellungen in Bild und Text zeigt die Ausstellung zahlreiche Exponate aus den Beständen des Instituts für Stadtgeschichte und aus Privatbesitz – etwa Rotlichtreiseführer, eine Zither aus Produktion des Musikhauses Hummel/Cream Music, ein Stück Fassade des Hauptbahnhofs, Kürschnerwerkzeuge oder Bijous und Abzeichen der Loge zur Einigkeit.

Weitere Informationen sind auf der Webseite des Institutes für Stadtgeschichte verfügbar.

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