Ausschreibungen: VWS setzt sich in europaweiter Ausschreibung durch

Ab 2018 fünf weitere Linienbündel in Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein.
Ein Unternehmen denkt groß: In Siegen betreibt die VWS seit dem vergangenen Jahr sieben neue je 23 Meter lange Buszüge des Typs MAN Lion‘s City mit Anhängern der Carrosserie Hess. (Foto: VWS)
Ein Unternehmen denkt groß: In Siegen betreibt die VWS seit dem vergangenen Jahr sieben neue je 23 Meter lange Buszüge des Typs MAN Lion‘s City mit Anhängern der Carrosserie Hess. (Foto: VWS)
Anja Kiewitt

Mit einem eigenwirtschaftlichen Antrag hat sich die VWS Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd GmbH, Siegen, in einem europaweiten Vergabeverfahren der Bezirksregierung Arnsberg gegen die zwei Mitbewerber BRS Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH, Meschede, und BSO Busverkehr Siegen-Wittgenstein Olpe GmbH, Burscheid, durchgesetzt. Von 2018 bis 2028 erhält das Verkehrsunternehmen die Konzessionen für die fünf Linienbündel Nordost und Nordwest im Kreis Olpe sowie Mitte, Ost und Süd im Kreis Siegen-Wittgenstein.

16,25 Millionen Fahrplan-Kilometer

Nach Angaben der VWS GmbH, einem Unternehmen der Siegener WernGroup, ist das eine der größten zusammenhängenden Busleistungen in Deutschland. Der Gesamtumfang der Personenverkehrsleistung betrage rund 16,25 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr, davon rund 3,9 Millionen Fahrplan-Kilometer Taxibus (Bedarfsverkehr). Gegenüber heute werden Fahrplanerweiterungen in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein im Volumen von 1,45 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr vorgenommen, vorrangig im Taxibus-Verkehr, teilt das Unternehmen mit.

Leistungserweiterung im Bedarfsverkehr

Für die VWS bedeute der Erfolg im Vergabeverfahren eine Leistungserweiterung von rund fünf Millionen zusätzlichen Kilometern pro Jahr. Die Bedienungszeiten werden ausgeweitet und erfolgen in der Regel Montag bis Samstag von 4:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Die Ausweitung der Bedienungszeiten erfolgt dabei zunächst überwiegend im Bedarfsverkehr (Taxibus), das heißt, die Leistungen sind vorab telefonisch oder via Internet zu bestellen.

2.000 Seiten Antrag je Linienbündel

Der jetzt erfolgten Vergabe ging ein komplexer und langwieriger Bürokratieakt voraus: Nach Eingang der Bewerbungen der drei Bewerber im Rahmen der europaweiten Ausschreibung bis Mitte Dezember 2016 prüfte die Bezirksregierung Arnsberg knapp sechs Monate lang die eingegangenen Anträge mit einem Umfang von rund 2.000 Seiten je Linienbündel darauf, ob die Angebote den Anforderungen entsprechen, die die Kreise in den jeweiligen Nahverkehrsplänen formuliert haben.

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