Erstes Unterwassermuseum in Europa eröffnet 2017

300 Skulpturen werden auf dem Meeresgrund versenkt.
Julia Lenhardt

Im Januar 2017 soll das „Museo Atlántico“, das erste Unterwassermuseum Europas, vor Lanzarotes Küste eröffnet werden. Laut Tourismo Lanzarote mit Sitz auf der Kanarischen Insel sollen mehr als 300 Skulpturen des britischen Künstlers Jason deCaires Taylor in zwölf bis 15 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund vor der Playa Las Colorades versenkt werden. Somit wird auf rund 400 Quadratmetern eine Unterwasserausstellung entstehen, die von Tauchern und Schnorchlern besichtigt werden kann, erklären die Verantwortlichen. Auch von Fahrgästen, die mit einem Glasbodenboot unterwegs sind, kann die Installation demnach betrachtet werden.

Alltagssituationen als Vorbild

Die lebensgroßen Skulpturen sind nach lebenden Modellen gefertigt und zeigen vorwiegend Menschen in Alltagssituationen, wie beispielsweise beim Lesen oder Selfie-Schießen, so die Betreiber. Der Naturschutz sei bei dem Projekt ein zentrales Thema: Die Installationen sollen demnach als künstliche Riffe dienen und die Ansiedlung von Tier- und Pflanzenarten begünstigen.

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