Abellio zufrieden mit Kollisionswarner

In Kooperation mit Mobileye hat das Verkehrsunternehmen in einer Projektphase 66 London Buses mit einem Assistenzsystem ausgestattet. So genannte "vermeidbare Unfälle" konnten um fast 30 Prozent verringert werden, hieß es in einem Zwischenbericht.

Fast 30 Prozent weniger Unfälle errechneten Abellio und Projektpartner Mobileye und führen dies auf die Nachrüstsysteme zurück. (Bild: Abellio)
Fast 30 Prozent weniger Unfälle errechneten Abellio und Projektpartner Mobileye und führen dies auf die Nachrüstsysteme zurück. (Bild: Abellio)

Abellio steht als Verkehrsunternehmen in Diensten von Transport of London (TfL), betreut 48 Routen, hat u.a. mehr als 700 Busse im Fuhrpark und denkt über die Sicherheit der eigenen 150 Millionen Passagiere pro Jahr hinaus. Bedacht darauf, auch Fußgänger und Radfahrer im Verkehr der britischen Hauptstadt zu schützen, stattete der Betreiber 66 Fahrzeuge auf drei Linien mit Abstandswarnern aus. Einem aktuellen Zwischenfazit zufolge gelang eine Verringerung "reduzierbarer Zusammenstöße" um 29 Prozent, hieß es in einer Mitteilung des Zulieferers Mobileye.

Die verbauten Systeme des israelischen Technologieunternehmens unterstützen Busfahrer zum einen die Distanz zum Vordermann zu wahren. Dadurch ließen sich plötzliche Bremsmanöver reduzieren, was der Sicherheit der Passagiere zugutekommt. Zudem ist ein Assistenzsysteme verbaut, der das Risiko von Kollisionen mit Fußgängern und Radfahrern reduziert, hieß es. Auch ein Spurhalte-Assistenz sei an Bord.

Mobileye gehört zum Intel-Konzern und wurde mit Systemen zur Unfallprävention im PKW-Segment bekannt. 2007 startete eine Kooperation mit dem Hersteller Volvo. Mittlerweile sind rund 27 Millionen Fahrerassistenzsysteme (FAS) verbaut, hieß es zur IAA Nfz im vergangenen September. In Hannover zeigt Mobileye zwei Warnsysteme: Beim ersten Produkt handelt es sich um die Abellio-Lösung bestehend aus Frontkamera inklusive EyeQ-Chip und Lautsprecher für akustische Warnungen. Zudem gibt es die Anzeige EyeWatch für optische Hinweise. Den Angaben zufolge lässt sich das kabelbasierte System in eineinhalb Stunden nachrüsten. Das zweite Produkt "Shield+" verfügt zusätzlich über zwei bis vier Seitenkameras, die laut Mobileye den toten Winkel der Fahrzeuge, auch langer Gelenkbusse, überwachen.

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