NRW: App zum Corona-Schutz in Linienbussen

Unternehmen aus ganz Deutschland wollen das Kontaktverfolgungstool ebenfalls einsetzen.

Vorreiterin: Anne Kottenstedte aus dem Kreis Warendorf setzt auf luca in ihren Linienbussen. (Foto: Omnibusbetrieb Kottenstedte)
Vorreiterin: Anne Kottenstedte aus dem Kreis Warendorf setzt auf luca in ihren Linienbussen. (Foto: Omnibusbetrieb Kottenstedte)
Claus Bünnagel

Die Josef Kottenstedte GmbH bietet als erstes Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen und eines der ersten deutschlandweit in seinen Linienbussen die luca-Kontaktverfolgungs-App zum Ein- und Auschecken der Fahrgäste an. Dafür hat das Unternehmen aus dem Kreis Warendorf zehn seiner Linienbusse mit QR-Codes außen und Hinweisplakaten innen ausgestattet. Weitere kleinere QR-Code-Aufkleber sollen an den Sitzplätzen angebracht werden. 

So können sich die Fahrgäste auch auf ihrem Sitzplatz einchecken, falls sie das noch nicht beim Einstieg getan haben. (Geschäftsführerin Anne Kottenstedte) 

Man nutze luca sogar auf dem eigenen Betriebshof zum Ein- und Auschecken der Mitarbeiter. Die Akzeptanz der App sei von Tag zu Tag gewachsen. Seit vergangenen Montag fahren die Kottenstedte-Busse mit den QR-Codes. 

Das Engagement von Kottenstedte ist vorbildlich und nachahmenswert. Auch andere private Busunternehmen aus NRW wollen diese Kontaktverfolgungs-App einsetzen, um die Gesundheitsämter zu unterstützen und Corona-Infektionsketten zu unterbrechen. (NWO-Geschäftsführer Christian Gladasch)

Um Infektionsketten jedoch ermitteln und Kontaktpersonen informieren zu können, müssen die Gesundheitsämter die luca-App an ihr System angebunden haben. 

NRW sollte nicht die Chance verpassen, alle Mittel zur Bekämpfung der Pandemie auszuschöpfen. (Gladasch) 

Mecklenburg-Vorpommern: Lizenz für luca

Neben dem Kreis Warendorf, der offizielle Modellregion für den Einsatz von luca ist, planen auch die Kreise Gütersloh und Herford in Zukunft auf diese App zu setzen. Auf Sylt und in Jena wird die Check-In-App bereits seit vergangenem Jahr erprobt. Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland eine Lizenz für luca erworben. Circa 70 der 375 Gesundheitsämter in Deutschland arbeiten bereits mit luca – und die Zahl steigt stetig, wie ein Sprecher von neXenio erklärt.

Smudo beteiligt 

Das Start-up neXenio aus Berlin hat die App gemeinsam mit Smudo von den „Fantastischen Vier“ entwickelt. Bei der Konzeption hatten die Macher grundsätzlich die Bereiche Gastronomie und Kultur im Blick. Dass nun auch der Linienverkehr auf die digitale Gästeliste setzt, freut Smudo: 

luca hilft, soziale Kontakte und Treffen mit anderen auch in Zeiten der Pandemie möglichst nachvollziehbar zu gestalten und zu dokumentieren. Und luca ermöglicht sogar mehr Mobilität. Deshalb freuen wir uns sehr, dass nun auch die ersten Omnibusunternehmen unser System nutzen.

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