HanseCom: Digitales Ticketing boomt

Laut Init-Tochter HanseCom ist die Zahl der Neukunden in den letzten Monaten so rasant wie nie zuvor angestiegen.

Bei HandyTicket Deutschland von HanseCom wurden in den vergangenen Monaten die größten jemals gemessenen Neukunden-Anmeldungen registriert. (Foto: iStock.com/Natee Meepian; 123rf.com/Radisa Zivkovic)
Bei HandyTicket Deutschland von HanseCom wurden in den vergangenen Monaten die größten jemals gemessenen Neukunden-Anmeldungen registriert. (Foto: iStock.com/Natee Meepian; 123rf.com/Radisa Zivkovic)
Martina Weyh

Die Init-Tochter HanseCom verzeichnet nach eigenen Worten eine enorme Steigerung der Neukundenzahlen bei der überregionalen, mobilen Ticketing-Plattform HandyTicket Deutschland. Jetzt gelte es, das Angebot an digitalen ÖPNV-Services voranzutreiben oder weiter auszubauen.

Im Verhältnis zum monatlichen Jahresdurchschnitt 2019 hätten sich im Mai 2020 knapp 30 % mehr neue Nutzer angemeldet, im Juni 2020 seien es sogar fast 60 % gewesen, teilt das Unternehmen mit. Diese Entwicklung zeige noch einmal überdeutlich den großen Stellenwert digitaler Vertriebskanäle für den ÖPNV. Denn mit ihnen könnten Verkehrsunternehmen den Zugang für ihre Kunden so einfach wie möglich gestalten, was gerade auch in Coronazeiten wichtig sei.

Zeit für eine flächendeckende Digitalisierung des ÖPNV

„Digitale ÖPNV-Services haben in den vergangenen Monaten ihre ganze Innovationskraft gezeigt und deshalb viele Neukunden überzeugt. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Deshalb kann es sich kein Verkehrsunternehmen mehr leisten, seine Kunden von den Vorteilen digitaler Ticketing-Systeme auszuschließen“, ist sagt Martin Timmann, Geschäftsführer von HanseCom überzeugt.

Einfach und sicher

Beim mobilen Ticketing benötigen die Fahrgäste weder Kleingeld noch Automaten und müssen sich auch nicht mit den Tarifen auskennen. Sie bekommen über die Fahrplanauskunft die passenden Tickets einfach auf ihr eigenes Smartphone oder können diese über den Ticketkatalog direkt kaufen. Durch diesen sicheren und ansteckungsfreien digitalen Vertrieb entfällt auch der zeitraubende und in der aktuellen Situation besonders problematische Verkauf durch Bus-, Bahn- oder Straßenbahnfahrer. Aus Sicht der Verkehrsbetriebe erübrigt sich dadurch auch das teure Cash-Handling durch den Fahrkartenverkauf in Bussen und an Automaten ebenso wie Wartungs- und Reparaturservices an Fahrkartenautomaten.

Virtuelle Kundenzentren, wie Abo-Online von HanseCom, bieten zusätzliche digitale Services. Dort können Kunden online per PC, Tablet oder Smartphone 24/7 im Self-Service orts-, zeit- und geräteunabhängig Abos ordern, Nachweise einreichen, Dokumente austauschen und ihre Kunden- und Vertragsdaten verwalten. Der Komfortgewinn auf Kundenseite korrespondiert mit der Entlastung von ÖPNV-Mitarbeitern und den Effizienzgewinnen bei den Verkehrsbetrieben.

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