Anja Kiewitt

Ab Oktober 2015 könnten Fahrgäste im ÖPNV ihre favorisierten Smartphone-Apps regionsübergreifend nutzen. Ein entsprechendes Pilotprojekt hat die VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln, kürzlich gestartet: "IPSI" soll künftig bestehende Handyticketsysteme miteinander vernetzen. Denn heute ist der Ticketkauf für Bus und Bahn via Mobile-App über das Smartphone zwar in vielen Verkehrsverbünden Deutschlands möglich. Doch endet der Service bislang an den Grenzen des jeweiligen Verkehrsverbundes.

Verbindungsbasierte Produktermittlung

Wenn IPSI nach dem derzeit laufenden Testbetrieb wie geplant im vierten Quartal 2015 startet, können sich teilnehmende Verkehrsunternehmen an eine zentrale Komponente anschließen und Tests für Haltestellenauflösung, verbindungsbasierte Produktermittlung und anschließender Ticketausgabe beginnen.

Erst die Teilnehmer, dann die anderen

Zu den IPSI-Teilnehmern, bei denen der gegenseitige Ticketverkauf zuerst verfügbar sein soll, gehören die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Deutsche Bahn (DB), Hamburger Hochbahn (HHA), Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Stadtwerke Münster, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Stuttgarter Straßenbahn (SSB) und der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Später können laut VDV auch weitere interessierte Verkehrsunternehmen und -verbünde grenzübergreifend für alle angeschlossenen Regionen mit IPSI Tickets an ihre Kunden verkaufen.

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