Shell und ESWE Verkehr starten Zukunftsprojekt

ESWE Verkehr fährt mit Gas-To-Liquids Kraftstoff aus Erdgas
Askin Bulut

Mit dem erstmaligen kommerziellen Einsatz von Shell GTL Fuel in Deutschland wollen die Wiesbadener ESWE Verkehrsgesellschaft und Shell lokale Emissionen (Partikel und Stickoxide) im Straßenverkehr senken. Der neue Kraftstoff wird aus Erdgas gewonnen und soll helfen, die Luftqualität zu verbessern.

Die Kooperation wurde von Peter Blauwhoff(Foto li.), Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Shell Holding und Uwe Cramer (Foto re.), Technischer Geschäftsführer ESWE Verkehr, offiziell gestartet. Ziel sei es zu zeigen, dass Shell GTL Fuel reibungslos im Alltagsbetrieb des öffentlichen Busnahverkehrs eingesetzt werden könne, so Shell. „Wir freuen uns, dieses Zukunftsprojekt mit ESWE Verkehr durchführen zu können“, sagte Peter Blauwhoff. „Shell arbeitet seit über 35 Jahren an einer Methode, bei der Gas mittels eines chemischen Verfahrens in hochwertige, flüssige Produkte umgewandelt wird. Wir sind davon überzeugt, dass Shell GTL Fuel das Potenzial hat, flächendeckend eingesetzt zu werden. Dadurch können wir einen entscheidenden Beitrag leisten, die Luftqualität weiter zu verbessern.“

Shell GTL Fuel ist ein flüssiger Kraftstoff, der durch ein chemisches Umwandlungsverfahren aus Erdgas gewonnen wird. Er soll im Vergleich zu konventionellem, aus Mineralöl gewonnenem Diesel, schadstoffärmer verbrennen, erklärte das Unternehmen. Der Kraftstoff könne nach Angaben von Shell ohne technische Modifikationen in Dieselfahrzeugen jeden Alters eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass keine zusätzlichen Kosten für Umrüstungen entstehen. Erfahrungen in anderen Ländern, etwa bei Flottenbetreibern in den Niederlanden, hätten gezeigt, dass Shell GTL Fuel reibungslos in die bestehenden Betriebsabläufe zu integrieren sei. Demnach konnten keine Unterschiede im Fahrverhalten und auch keine Einbußen bei der Motorenleistung festgestellt werden.

„Es freut uns sehr, dass unsere Busse als erste in Deutschland mit Shell GTL Fuel unterwegs sind“, sagt Uwe Cramer. „Das gemeinsame Projekt von ESWE Verkehr und Shell unterstreicht unseren Anspruch, Vorreiter beim Thema Umweltschutz zu sein. Wir können so die Abgasbelastung weiter reduzieren und zur Verbesserung der Luftqualität in Wiesbaden beitragen.“ „Shell GTL Fuel ist eine wichtige Kraftstoffoption für den Wirtschaftsverkehr in Städten“, sagte Wolfgang Warnecke, Chef-Wissenschaftler für künftige Mobilität der Royal Dutch Shell. „Durch die wachsende Bevölkerung entstehen weltweit immer schneller immer größere Städte mit all ihren verkehrstechnischen Problemen. Die Frage ist, wie wir dieser Entwicklung und den damit einhergehenden Herausforderungen begegnen. Auch mit Blick darauf, dass in Zukunft Erdgas als Ressource an Bedeutung gewinnen wird, kann Shell GTL Fuel ein Baustein zur Lösung dieser Herausforderungen sein.“

Ziel von Shell sei es, Shell GTL Fuel in naher Zukunft in weiteren Städten und Regionen in Deutschland einzusetzen, um auch hier zur Senkung lokaler Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität beizutragen, teilte Shell abschließend mit.

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