Anja Kiewitt

Ihre erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle für Busse und Pkw will die Westfalen AG, Münster, in Kürze an ihrer Großtankstelle an der Autobahnabfahrt Münster-Amelsbüren eröffnen. Als Mitglied der Initiative "Clean Energy Partnership" (CEP) hat sich das Familienunternehmen nach eigenen Angaben verpflichtet, am Aufbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes in Nordrhein-Westfalen mitzuwirken. CEP ist ein Projekt des "Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie" (NIP) im Verkehrsbereich. Koordiniert wird es durch die Berliner NOW GmbH, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Wasserstoff aus eigener Fertigung

Nach Westfalen-Angaben wird die Alternativenergie in Münster-Amelsbüren künftig direkt aus der Wasserstoff-Produktion der Gruppe in Salzbergen geliefert. Busse und Pkw können demnach bald an je einer Säule Wasserstoff tanken und mithilfe einer Brennstoffzelle nahezu emissionsfrei Wasserstoff in Strom verwandeln.

Stadtwerke Münster diskutieren Wasserstoff-Busse

Nach Angaben des Anbieters beabsichtigt die Stadtwerke Münster GmbH derzeit, im Rahmen eines Förderprojekts Wasserstoff-Busse anzuschaffen und diese täglich am Ende ihres Einsatzes an der neuen Station zu betanken. "Für Elektrobusse ist der Einsatz von Wasserstofftechnologie mit Brennstoffzellen zur Ergänzung der Batterien interessant", heißt es dazu auf der Website der Stadtwerke.

Freies WLAN für Gäste

Interessant für Betreiber von Kleinbussen: Neben der neuen Wasserstoff-Tankstelle bietet die Station Münster-Amelsbüren, die im Dezember 2014 eröffnet worden ist, auch eine Portalwaschanlage mit einer Durchfahrtshöhe von 2,80 Metern. Busreisende können darüber hinaus im angeschlossenen Compact-Markt inklusive Bistro und Lounge kostenfrei ihre elektronischen Geräte aufladen und via WLAN im Internet surfen.

1,9 Millionen Euro Investment

Insgesamt investierte Westfalen nach eigenen Angaben rund 1,9 Millionen Euro in den Standort. Damit verfügt die Gruppe über 260 Stationen in Deutschland, überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die "Westfalen Service Card", eine Tankkarte für Unternehmen mit Fahrzeugflotten, wird an rund 5.000 Tankstellen (Westfalen, Agip, Aral, Markant, OMV und Total) deutschlandweit als bargeldloses Zahlungsmittel akzeptiert.

busplaner-Marktübersicht Tankkarten

Weitere Tankkarten-Modelle und -Anbieter finden busplaner-Leser in einer detaillierten Marktübersicht in der aktuellen Ausgabe 8/2015, die am 14. August erschienen ist.

Printer Friendly, PDF & Email