Anja Kiewitt

Nach dem ersten Betriebsjahr des elektrifizierten Busverkehrs auf der Linie 55 in Göteborg sind die Erwartungen der am Projekt "ElectriCity" beteiligten Partner um ein Vielfaches übertroffen worden. Das teilt der schwedische Bushersteller Volvo mit. Wie busplaner berichtete, befördern drei vollelektrische Konzeptbusse Volvo 7900 Electric und acht Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 Electric Hybrid seit Juni 2015 im Schnitt rund 100.000 Fahrgäste pro Monat zwischen den Endhaltestellen Chalmers und Lindholmen in der schwedischen Stadt.

Hohe Wertschätzung der Fahrgäste

Laut dem für den ÖPNV zuständigen Betreiber Västtrafik bewerten die Fahrgäste den Betrieb der Busse mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen besonders positiv. Eine hohe Wertschätzung erfahren auch die neu eingerichteten Bushaltestellen in Chalmersplatsen und Teknikgatan. Rund 80 Prozent der Fahrgäste begrüßen das frei zugängliche WLAN an Bord der Busse, teilt Volvo weiter mit. 93 Prozent empfinden demnach das niedrige Geräuschniveau im Innenraum der Busse als äußerst angenehm und bezeichnen es als einen immens großen und spürbaren Fortschritt.

Auch Fahrer äußern sich positiv

In weiteren Untersuchungen, die der Busbetreiber Keolis durchgeführt hat, betrachten auch die Busfahrer die geringe Geräuschentwicklung als wichtigsten Vorteil der elektrischen Antriebsvarianten. Sie begründen dies mit dem großen Beitrag, den der leise Fahrmodus zur Verbesserung ihrer Arbeitsumgebung leistet. Genannt wird auch die große Zufriedenheit der Fahrgäste, deren Rückmeldungen immer erst bei den Fahrern ankommen. Die Ausrüstung der Busse mit dem Zonenmanagement von Volvo, durch das die Geschwindigkeit in bestimmten Stadtbereichen automatisch gedrosselt wird, erhöht die Sicherheit im dichten Straßenverkehr der Stadt enorm, so der Tenor aus den Aussagen der Buschauffeure.

Fakten zur Buslinie 55 und zum ElectriCity-Projekt

Die Linie 55 verläuft seit Juni 2015 in Göteborg zwischen Lindholmen und Chalmers. Sie steht im Zentrum des Gemeinschaftsprojekts ElectriCity. Partner aus Wirtschaft, Industrie, Forschung und öffentlichen Trägern haben sich darin zusammengeschlossen, um den Nutzen, die Vorteile und das Potenzial eines nachhaltig ausgerichteten ÖPNV der Zukunft zu evaluieren. Während des ersten Jahres haben die neuen Technologien laut dem Hersteller zuverlässig funktioniert.

 

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