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Cummins: Überarbeiteter Gasbusmotor L9N auf der Busworld

Die Entwicklungsingenieure konnten NOx-, Partikel- und CO2- Emissionen deutlich senken.

Sauberer geworden: der L9N von Cummins. (Foto: Cummins)
Sauberer geworden: der L9N von Cummins. (Foto: Cummins)
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Claus Bünnagel

Seinen Gasbusmotor L9N hat Cummins auf der Busworld Europe in Brüssel präsentiert. Laut Angaben des US-amerikanischen Motorherstellers mit Europazentrale in Mittelengland rangieren seine Abgaswerte damit deutlich unter den erforderlichen Grenzwerten des Euro-6--Standards. Mehrere hundert Busse mit dem neuen Triebwerk sind bereits bestellt worden, so Cummins.

Die Kennzahlen

Der L9N-Motor ist mit einer Leistung von 209 kW/280 PS bzw. 239 kW/320 PS erhältlich. Er verfügt über dieselbe Grundmotorplattform wie der Cummins-L9-Diesel und bietet ein Spitzendrehmoment von 1.356 Nm bei 1.300 min–1. Designverbesserungen ermöglichen es dem L9N, den idealen stöchiometrischen Verbrennungspunkt schneller als zuvor zu erreichen und diesen Punkt dann im gesamten Drehzahlbereich des Motors gleichmäßiger als bislang beizubehalten. Infolgedessen unterbietet das Triebwerk bei den NOx-Emissionen mit 46 g/kWh den Euro-6-Standard um 80 %. Sogar 90 % unter dem Standard von 0,01 g/kWh liegen die Partikelemissionen. Der CO2-Ausstoß reduziert sich laut Cummins um 15 % gegenüber einem vergleichbaren Dieselmotor. Als Treibstoff kann komprimiertes Erdgas (CNG) oder Flüssigerdgas (LNG) verwendet werden. Außerdem lässt sich der L9N ohne spezielle Modifikationen zu 100 % mit Biomethan (RNG) und damit CO2-neutral betreiben.

Die Verbesserungen am L9N stimmen mit dem Datum des Inkrafttretens der strengeren Phase-D-Anforderung der Euro-6-Vorschriften überein. Aber wir konnten darüber hinaus die Emissionen auf ein außergewöhnlich niedriges Niveau senken. Moderne Komponenten sorgen dafür, das Ölwechselintervall zu verlängern und die Gesamtlebensdauer des Motors zu verbessern. (Ashley Watton, Cummins-Direktor On-Highway-Business Europe)

Verbesserungen im Detail

Der neue L9N besitzt verstärkte Stahlkolben, ein verbessertes elektronisches Steuermodul (ECM) mit höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit, hochpräzise Sensoren und ein effizienteres Zündmodul als bislang. Die Nachbehandlung mit Drei-Wege-Katalysator (TWC) wurde ebenfalls dank einer größeren katalytischen Oberfläche und einer intelligenteren Logik für eine bessere Steuerung bei niedrigen Temperaturen verbessert, um die Emissionen während Leerlauf-, Kaltstart- oder häufigen Stopp-Start-Phasen zu reduzieren. Die Nachbehandlung erfolgt im vollständig passiven „Fit and Forget“-Vorgang, bei dem keine aktive Regeneration und keine AdBlue-Injektion, Reinigung oder planmäßige Wartung erforderlich ist.

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