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Elektromobilität: London investiert in 51 E-Busse von BYD

"Europas größte E-Busflotte" soll jährlich 700 Tonnen Kohlendioxid einsparen.
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Anja Kiewitt

In London wurde Anfang September Europas größte Flotte rein elektrisch angetriebener Busse in Betrieb genommen. Das teilt der schottische Bushersteller Alexander Dennis Limited (ADL), Larbert, mit. Die 51 Standardbusse "BYD ADL Enviro200EV" wurden demnach in Partnerschaft mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD Company Limited gebaut. An der feierlichen Übergabe in der britischen Hauptstadt nahm laut ADL auch Xu Qin, Bürgermeister von Shenzhen, teil. Die in Südchina gelegene BYD-Heimatstadt hat elf Millionen Einwohner und betreibt die nach eigenen Angaben größte Elektrobusflotte der Welt.

Bis zu 90 Fahrgäste pro Bus

Die 51 neuen Busse in London sind zwölf Meter lang und können 90 Fahrgäste befördern. Der Betreiber Go-Ahead London wird sie für Transport for London (TfL) auf den Linien 507 und 521 einsetzen, die durch das Herz der britischen Hauptstadt fahren, so ADL. TfL zähle jedes Jahr etwa sieben Millionen Fahrgäste auf diesen beiden Linien. Allein in einem Zwölfmonatszeitraum bis April 2016 hätten die auf den Strecken eingesetzten Busse mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Fokus auf Stehplätze

Aufgrund der kurzen Reiseweiten auf den beiden Linien wurden die Innenräume der neuen E-Busse stehplatzoptimiert und haben nach ADL-Angaben 21 Sitzplätze. Die Aufenthaltsqualität für Fahrgäste sollen demnach bequeme Sitze, USB-Ladeanschlüsse sowie Stimmungslicht erhöhen.

Der Bestellung der BYD ADL Enviro200EV mit Eisenphosphat-Batterietechnologie sei eine dreijährige Erprobung von zwei BYD-Elektrobussen auf den gleichen Linien vorausgegangen, bei denen die Busse regelmäßig 16-Stunden-Umläufe ohne Nachladen der Batterien absolviert hätten. Für eine besonders hohe Reichweite sollen die neuen Busse über einen besonders leichten Aluminiumaufbau verfügen, den ADL in seinem Werk im schottischen Falkirk herstellt. Der Energiebilanz komme außerdem ein regeneratives Bremssystem zugute, welches beim Abbremsen kinetische Energie in die Batterien zurückspeise.

48 Ladestationen an zwei Standorten

Die Investitionen umfassen laut ADL auch 43 von BYD gelieferte Ladestationen im Betriebshof Waterloo, die 46 Busse versorgen. Fünf weitere Ladestationen sollen sich im nahegelegenen Depot Mandela Way befinden, wo fünf Busse stationiert seien. Die Stromzuführung zu den Ladeeinrichtungen wurde von BYD in enger Zusammenarbeit mit dem Energieversorger SSE und dem Netzbetreiber UK Power Networks sichergestellt.

Gegenüber den bisher verwendeten Dieselbussen sollen die BYD ADL Enviro200EV schon zu Beginn 700 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr einsparen. Gleichzeitig sollen Emissionen von Feinstaub, Stickoxiden, Lärm und Vibrationen entfallen.

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