Anja Kiewitt

Jährlich etwa 10,6 Millionen Euro spart eine Stadt mit einer halben Million Einwohner ein, wenn sie auf 400 Elektro- statt auf Dieselbusse setzt. Das wollen der schwedische Bushersteller Volvo Buses, ein Geschäftsbereich von AB Volvo mit Sitz in Göteborg, und die niederländische Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG International Cooperative, Amstelveen, in einer gemeinsamen Untersuchung herausgefunden haben. Anders als in herkömmlichen Investitionsrechnungen üblich berücksichtigten die Analysten dabei nach eigenen Angaben auch sozioökonomische und ökologische Faktoren wie Lärm, Reisezeit, Emissionen, Energieverbrauch, Steuern und die Nutzung natürlicher Ressourcen.

33.000 Tonnen weniger Kohlendioxid

Die Experten schätzen, dass sich allein durch die reduzierte Lärm- und Luftverschmutzung mehr als 2,5 Millionen Euro an Pflegekosten pro Jahr einsparen lassen. Insgesamt gehen sie davon aus, dass der Einsatz von Elektrobussen jährlich insgesamt 33.000 Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen vermeiden kann. Das entspreche in etwa dem Ausstoß von 3.000 schwedischen Haushalten.

Strom aus Wind- und Wasserkraft

Volvo hatte erst im Juni 2015 gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung die erste vollelektrische Buslinie in Göteborg eröffnet (siehe busplaner-Meldung vom 15. Mai). "Die Busse laufen völlig geräuschlos und emissionsfrei mit Strom aus Wind- und Wasserkraft", zieht Niklas Gustafsson, Nachhaltigkeitschef bei Volvo, eine erste Zwischenbilanz.

Erster Vollelektro-Stadtlinienbus in Serie

Wie busplaner berichtete, wollen die Schweden auf der diesjährigen Omnibusmesse Busworld (16. bis 21. Oktober 2015, Kortrijk, Belgien) mit dem zwölf Meter langen "Volvo 7900 Electric" den ersten serienmäßig hergestellten Stadtlinienbus vorstellen, der ausschließlich elektrisch angetrieben wird.

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