Redaktion (allg.)

„Die Nerven liegen zu Recht blank, denn es geht Busunternehmern in ganz Deutschland um die Existenz. Die Politik zeigt sich tatenlos. Ein purer Hohn, dass der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages dann noch vorschlägt, die Schlinge für die mittelständischen Verkehrsunternehmen noch fester zu ziehen“,mit diesen Worten reagierte Wolfgang Steinbrück (Foto), Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) auf die Äußerung des Bundestagsabgeordneten Dr. Anton Hofreiter (B90/Grüne).

Der Vorsitzende des Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hatte in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" zu den explodierenden Kraftstoffpreisen in Deutschland die aktuellen Preise als „zu billig“ bezeichnet. Wenn er damit nur den Kraftstoff meinen würde, der „zum Spaß an der Freude“ verbraucht wird, wäre seine Aussage immer noch richtig, sie würde aber nicht sehenden Auges Folgeschäden für die Wirtschaft in Kauf nehmen, so Wolfgang Steinbrück.

"Benzin und Diesel sind derzeit noch die wichtigsten Energielieferanten für die Mobilität. Der Preis der Mobilität ist eine der wichtigsten Stellschrauben unseres Konjunkturmotors. Knapp 5.000 Busunternehmen in Deutschland befördern täglich über 15 Mio. Passagiere zu klimaschonend sozialverträglichen Preisen. Sie sind ein wichtiger Faktor gegen den Verkehrskollaps in den Städten und sichern die Mobilität auf dem Land", betont Steinbrück. Der ÖPNV in Deutschland werde für Autofahrer nur eine ernstzunehmende Alternative, wenn man die Unternehmen dabei unterstütze, die Leistungen im öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu machen. Ein durch den Benzinpreis gegängelter Autofahrer steige nicht um, so der Präsident des bdo. "Ein durch Dieselkosten drangsalierter Unternehmer wird aktiv an zusätzlichen Angeboten für Kunden gehindert und der Spielraum in Tarifverhandlungen wird auf Null reduziert", so Steinbrück abschließend.

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