Weniger Spritverbrauch durch Motorbeschichtung?

Pilotprojekt in Heidenheim läuft
Redaktion (allg.)
Teflon-Pfannen sind heute in jeder Küche zu finden und werden gerne verwendet, da Spiegeleier oder Fleisch an ihrem Boden nicht anbraten. Doch die Anwendung des PolyTetraFluorEthylens (PTFE), das unter dem Namen Teflon bekannt wurde, geht über den Herd hinaus: In der Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie werden seit Jahren Dichtungen aus diesem Material gefertigt. Die Vorteile des Teflons: Es ist Kraftstoff-, Öl- und Säurebeständig, gleitet gut, verträgt hohe Temperaturen und gilt als praktisch wartungsfrei. In der Industrie wird das Schwer-PTFE verwendet, das eine sehr viel höhere spezifische Dichte hat als das Leicht-PTFE (Teflon) und als reibungsärmste Festsubstanz der Welt gilt. Wird es mit Motoröl vermischt, zirkulieren kleinste PTFE-Teilchen im Ölkreislauf. Sie lagern sich auf dem Metall der Kolbenringe und an der Innenwand der Zylinder an, so dass sich eine hochfeste PTFE-Schicht bildet, die 80.000 bis 120.000 Kilometer haltbar ist. Sie vermindert (auch nach einem Ölwechsel) die Reibung um bis zu 88 Prozent. Somit geht der Spritverbrauch des Fahrzeugs zurück, der Motor lebt länger. Wieviel Kraftstoff mit dieser Methode eingespart werden kann, soll ein Pilotprojekt bei der Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH klären. Drei Busse vom Typ Citaro O 530 wurden für den Test ausgewählt. Von Dezember bis Mitte März fuhren sie für die Vergleichsphase mit Kraftstoffmessgeräten und "normalem" Öl. Seit Mitte März fahren sie mit neuem Standardöl und dem Zusatz QMI SX-6.000. Verbrauchsvergleiche werden nach 2.500, 5.000 und 10.000 Kilometern gezogen. Die Experten schätzen, dass die Kraftstoff-Einsparung durch die Behandlung mit SX-6.000 bei fünf bis sechs Prozent liegt und 3.420 Liter weniger Diesel für drei Busse pro Jahr verbraucht werden. Wir werden Sie über die Ergebnisse des Projektes auf dem Laufenden halten. Weitere Infos unter www.qmi.de.
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