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Überproportional hoch ist die Zufriedenheit mit Fernbusanbietern wie dem Marktführer FlixBus laut einer neuen Rogator-Studie in der Altersklasse der Unter-30-Jährigen. (Foto: Flixbus)
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Anja Kiewitt

Der Mobilitätsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert: die Kosten für Fernreisen ab 50 Kilometern pro Strecke sind dadurch gesunken. Das geht aus der aktuellen Studie "Pricing Lab 2017" hervor, für die der Nürnberger Marktforschungsdienstleister Rogator AG und die Bonner Exeo Strategic Consulting AG jährlich etwa 500 Personen ab 18 Jahren befragen. „Unterschiedliche Faktoren wirken hier zusammen wie beispielsweise der Preisdruck, den Ryanair bei Flugreisen ausübt, oder das Angebot an Reisen mit dem Fernlinienbus, deren Preise im Jahr 2015 auf ein Niveau von weniger als einem Cent pro Kilometer gesunken sind“, kommentiert Rogator-Vorstand Johannes Hercher die diesjährigen Studienergebnisse.

Einfluss rechtlicher Faktoren wie Maut & Co.

Weitere Faktoren sind laut der Studie ein verschärfter Wettbewerb im Bahnverkehr, Angebotserweiterungen der Low-Cost-Airlines sowie neue Mobilitätsangebote wie Fernlinienbusse und Mitfahrgelegenheiten. Außerdem ergeben sich den Studienmachern zufolge Änderungen aus rechtlichen Rahmenbedingungen, zu denen auch Mautregelungen zu rechnen sind.

Als Erfolgsgeschichte bezeichnen die Fachleute die Entwicklung des Angebots an Reisen mit dem Fernlinienbus seit der Liberalisierung des Marktes 2013. Allein im vergangenen Jahr wurde der Fernbus den Experten zufolge bei rund 24 Millionen Fahrten genutzt, zu einem wachsenden Anteil auch für Fahrten in das Ausland. Etwa jeder zweite Deutsche sei mit dieser Entwicklung insgesamt zufrieden, nur elf Prozent unzufrieden.

Angebotskonzentration im Fernbusmarkt

Überproportional hoch ist die Zufriedenheit laut der Studie in der Altersklasse der Unter-30-Jährigen, einer wichtigen Zielgruppe der Fernbusanbieter. Deutlich geringer ist die Zufriedenheit in der Bevölkerung mit der starken Angebotskonzentration im Markt, geht weiter aus der Studie hervor. Die Münchener FlixMobility GmbH kommt nach den letzten Übernahmen von Megabus und Postbus (busplaner berichtete) und dem Ausstieg der Deutschen Bahn (busplaner berichtete) sowie nach dem deutlichem Kapazitätsabbau beim innerdeutschen Angebot auf Marktanteile von deutlich über 90 Prozent (busplaner berichtete).

 

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