Stadtverkehr: Ein Drittel E-Busse bis 2040

Laut Shell-Studie bleiben Emissionen aber auf Pkw-Niveau.
Julia Lenhardt

Elektrische Antriebe in Bussen gewinnen an Bedeutung. Dennoch werde die Branche keinen ausreichenden Beitrag zu den Energie- und Umweltzielen der Bundesregierung leisten. Dies geht aus der kürzlich erschienenen Shell-Nutzfahrzeugstudie „Diesel und Alternative Antriebe – womit fahren Lkw und Bus morgen? Fakten, Trends und Perspektiven bis 2040“ hervor. Zum ersten Mal wurden bei der Untersuchung Kraftomnibusse berücksichtigt. Die Studie wurde laut der Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Köln, erarbeitet.

Ein Drittel fährt elektrisch

Die größten Potenziale der Elektromobilität seien unter anderem bei Stadtbussen zu finden, so die Forscher. Die künftigen Entwicklungen werden laut Shell anhand zweier Szenarien beschrieben: Im „Trendszenario" werde die jüngste Vergangenheit fortgeschrieben, im „Alternativszenario“ dagegen von größeren technischen Fortschritten ausgegangen. Die Untersuchung prognostiziert, dass im Alternativszenario ein Drittel der Busse elektrisch fährt.

Ziele werden nicht erreicht

Dennoch würden die nationalen Energie- und Klimaziele damit nicht erreicht. Laut Studie seien die CO₂-Emissionen von Bussen und Lkw 2040 etwa genauso hoch wie die Pkw-Emission. Busse und Lkw verursachen demnach heute rund 5,6, Prozent der verbrennungsbedingten CO₂-Emissionen in Deutschland. Die nationalen Energie- und Klimaziele sehen von 1990 bis 2040 eine Reduktion um 70 Prozent vor.

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