Erste Busreisegäste nach der Coronapause

Travel-Partner-Mitarbeiter begleiteten Anfang Juli eine Gruppe der Humboldt ReiseWelt an ihrem Abschlusstag in Tirol.

Ungewohntes Bild – freie Parkplatzwahl für den Reisebus. (Foto: Christine Hallbrucker)
Ungewohntes Bild – freie Parkplatzwahl für den Reisebus. (Foto: Christine Hallbrucker)
Claus Bünnagel

„Während der Coronazeit hatte ich einige Sicherheitsbedenken wegen der Reise, doch nach dieser Woche bin ich sehr froh, dass wir gefahren sind, und wir planen bereits weitere Touren.“ Aussagen wie diese von Dieter Spranger aus Oelsnitz hörten die Travel-Partner-Mitarbeiter, die Anfang Juli eine Gruppe der Humboldt ReiseWelt an ihrem Abschlusstag in Tirol begleiteten. Die 24 Gäste aus Sachsen zeigten sich durchwegs begeistert von der Tour „Tiroler Alpenzauber in Landeck“ und bestätigten ihr „gutes und sicheres Gefühl“ unterwegs. „Die Sicherheit ist da“, stellt Eveline Klippel aus Rabenau fest, „von der Humboldt ReiseWelt erhielten wir zwei Seiten Infos wegen der Corona-Situation, das war für mich sehr wichtig, da ich nicht wusste, was uns vor Ort erwartet.“

Informieren und aufklären

Verunsicherte Gäste – das ist für Reiseleiter Harald Geier, für den die Sachsen bereits die dritte Gruppe nach der Coronapause waren, der Schlüssel für einen gelungenen Neustart. 

Wir haben in der Praxis gesehen, dass Busreisen wieder funktionieren können, wenn der Reiseveranstalter nach bestem Wissen und Gewissen dafür sorgt, dass sich die Gäste sicher fühlen. Wenn die Reisenden erst einmal die Hemmschwelle überwunden haben und reisen, sind sie im Nachhinein glücklich, sich getraut zu haben. (Harald Geier) 

Verschiedene Maßnahmen gehören zum „Sicher-Konzept“ der Humboldt ReiseWelt, darunter der große Abstand zwischen den Passagieren, da – versetzt – nur jede zweite Reihe im Bus belegt wird. Dass Gäste in Österreich beim Essen auch wieder an größeren Tischen zusammensitzen dürfen, ist ebenso eine Erleichterung wie die gefallene Maskenpflicht in den Geschäften.

Wesentlich ist auch, auf die jeweilige Situation vor Ort einzugehen. Es gibt Orte, die zu Beginn der Corona-Pandemie stark betroffen waren, aber heute vorbildlich dastehen. Die Situation kann sich derzeit stets rasch ändern. (Harald Geier)

Neues Reiseerlebnis

Ein ganz neues Reiseerlebnis stellte für die Busgruppe aus Sachsen auch die Erfahrung dar, die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele nahezu für sich zu haben. „Ein Vorteil war, dass der Bus nur halb besetzt war, ein sehr lockeres Reisen“, erzählt Frank Schulze aus Falkenau und Wolfgang Lau aus Dresden ergänzt: „Ich hatte nie das Gefühl, in der Masse zu sein, sondern war ganz individuell unterwegs. Für uns Gäste ist das natürlich optimal.“ 

Ein Umstand, den Busunternehmer derzeit für sich nutzen sollten, sind Harald Geier und Busfahrer Hagen überzeugt. „Jeder Parkplatzwächter ist gerade glücklich, wenn ein Reisebus kommt und alles ist sehr entspannt“, so der Buspilot. „Auch die Passagiere sind relaxter und verständnisvoller, beispielsweise bei der Sitzplatzwahl, und sie wissen, dass gewisse Regeln da sind, an die sich alle zu halten haben. Unterwegs gibt es kein Massenaufkommen, kein langes Warten und Anstehen, weil die ganzen internationalen Gruppen fehlen. Da sind die Gäste viel befreiter als früher. Man sollte jetzt einfach Flagge zeigen, einsteigen und fahren.“ 

Man kann derzeit aus der Not eine Tugend machen und mit kleineren Gruppen schöne individuelle Touren unternehmen, ohne Schlangen bei den Highlights. Das ist sehr luxuriös wie bei Studienreisen – zu einem normalen Preis. Mein Tipp ist, auf ländliche Gegenden wie Tirol zu setzen und das Beste aus der Situation herauszuholen. (Harald Geier)

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