Erlebniswandern im Land der Burgen, Höhlen und Genüsse

Fränkische Schweiz lädt zum Wandern ein
Askin Bulut

Die Fränkische Schweiz, Tourismusregion zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg, ist ein Eldorado für Wanderer. Mehr als 4.000 Kilometer markierte Wanderwege durch anmutige Täler, Dörfer und Berglandschaften mit bis zu 200 Metern Höhenunterschied machen den besonderen Reiz dieses Wandergebiets aus.

Hier finden Busunternehmer und Gruppenreiseveranstalter verschiedene Angebote für Wandergruppen mit unterschiedlichen Interessen: Auf Bier- und Brauereiwanderungen wie zum Beispiel dem „Fünf-Seidla-Steig“ spazieren die Wanderer auf landschaftlich reizvollen Wegen zu den fünf Privatbrauereien in den Gemeinden Gräfenberg und Weißenohe. Auf einer Strecke von zehn Kilometern mit Einkehr in den fünf Brauereigasthöfen ist ein genussvoller Tag garantiert. Die vier verschiedenen Kapellenwege rund um Königsfeld führen Wanderer zu 18 Kirchen und Kapellen in der Umgebung. Auf mehreren Rundwegvarianten von 3,5 bis ca. 17 Kilometern wird ein Einblick in die Welt der katholischen Heiligenverehrung und in das ländliche Brauchtum geboten. Auch Kunst- und Naturliebhaber kommen nicht zu kurz: So können Wanderer zum Beispiel den ca. 3,3 Kilometer langen „Kunst- und Besinnungsweg“ in Litzendorf entlanglaufen oder auf der „Fränkischen Straße der Skulpturen“ außergewöhnliche Artefakte bestaunen. Auch die Landart-Dauerausstellung „NaturKunstRaum Neubürg“ auf der 587 Meter hohen Neubürg lädt zu einer Wanderung zu zehn Kunstwerken rund um das Hochplateau ein.

Neben den Kunst- und Kulturwegen werden auch geführte Höhlenwanderungen angeboten. Von den über 1000 kleinen und großen Höhlen der Region sind drei große Schauhöhlen öffentlich zugänglich: die Binghöhle bei Streitberg, die Sophienhöhle bei Burg Rabenstein und die Teufelshöhle bei Pottenstein. Rund um Plech kann man sogar einen eigenen Höhlenwanderweg zur Geislochhöhle in Angriff nehmen. Als Tipp: 2012 hat außerdem das Naturpark-Infozentrum in Muggendorf eröffnet, das über die Geologie, Pflanzen- und Tierwelt der Fränkischen Schweiz informiert.

Für Tagesausflügler hält die Fränkische Schweiz viele weitere Rundtouren zwischen fünf und zwanzig Kilometern parat. Wandervorschläge, wanderfreundliche Quartiere und diverse Einkehrmöglichkeiten können Interessierte bei der Touristeninformation oder unter www.fraenkische-schweiz.com/sport/wandern.html abfragen. Für alle, die mehr Zeit mitbringen, bieten sich die klassischen Wandertouren an. So können Wanderer den vom Deutschen Wanderverband zertifizierten Frankenweg bezwingen, der auf 130 Kilometern durch den Naturpark Fränkische Schweiz führt. Eine weitere Möglichkeit ist der ebenfalls zertifizierte, aber etwas anspruchsvollere Fränkische Gebirgsweg, der auf 153 Kilometern die Region durchquert.

Mit zehn Gemeinden ist die Fränkische Schweiz sogar ein Teil der Deutschen Burgenstraße, die 2014 ihren 60. Geburtstag feiert. Der Wanderweg stellt Besuchern ab Pretzfeld zwei Routen zur Auswahl. Auf beiden Wegen kommt man an einigen der 170 beeindruckenden Burgen und Ruinen vorbei, von denen insgesamt noch 35 besichtigt werden können.

Auch im Winter kann man in der Fränkischen Schweiz wandern – und zwar mit Schneeschuhen. Markt Gößweinstein bietet Schneeschuhtouren durch die malerisch verschneiten Wälder und schneebedeckten Wiesen an. Stöcke und Schneeschuhe kann man bei der Touristeninformation ausleihen. Für Anfänger eignet sich eine geführte Halbtagestour von zwei bis drei Stunden. Die Tourenführer geben Hilfestellungen beim etwas ungewohnten Befestigen der Bindungen und führen die Teilnehmer gemächlich durch die Winterlandschaft.

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