ADAC fordert mehr Geld für Schülerverkehr

Fehlende öffentliche Mittel sind meist der Grund von Mängeln
Redaktion (allg.)
Ein knappes Drittel der insgesamt 72 getesteten Fahrten in zwölf Bundesländern erhielt beim ADAC-Schulbustest die Note „mangelhaft“. Ein weiteres Drittel erreichte nur ein „ausreichend“ und schließlich landete ein Drittel mit der Note „gut“ sowie mit einem einzigen „sehr gut“ im grünen Bereich. Die Bestnote bekam die Linie 543 Wattenbek-Einfeld in Schleswig-Holstein. Bei dem getesteten Bus punktete nicht nur der Fahrer, sondern auch die Kinder, die sich vorbildlich verhielten. Der Bus war voll, aber nicht überfüllt, so dass die Kinder genügend Haltegriffe fanden. Positiv gesehen wurde auch die sicher angelegte Schul-Haltestelle. Der ADAC führte gemeinsam mit der Polizei zusätzlich einen Technik-Check bei 89 Schulbussen in neun Bundesländern durch. Die Untersuchung ergab, dass jeder achte Bus erhebliche Mängel hatte. Ein Bus musste gar aus dem Verkehr gezogen werden. Beanstandet wurden Lenkung, Bremsen oder die Reifen. Schuld an den ganzen Problemen ist meist fehlendes Geld, da die Zuschüsse von Bund, Ländern und Gemeinden nicht ausreichen. Dadurch sind die Busunternehmer gezwungen, zu knapp zu kalkulieren, was dazu führt, dass die Busfahrer gestresst sind. Aus diesem Grund fordert der ADAC mehr Geld für den Schülerverkehr, ein Viertel weniger zugelassene Stehplätze in den Bussen, aber auch mehr Polizeikontrollen.
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