ADAC zieht sich aus Fernbusmarkt zurück

Deutsche Post betreibt das Fernbusgeschäft künftig allein weiter
Thomas Burgert

Der ADAC hat angekündigt, sich aus dem Fernbusmarkt zurückzuziehen. der Automobilclub nutzt mit diesem Schritt eine vertraglich vereinbarte Option zum Ausstieg aus dem seit Ende 2013 gemeinsam mit dem Partner Deutsche Post betriebenen ADAC Postbus-Projekt. Nach Einschätzung des ADAC habe sich der „liberalisierte Fernbusmarkt in den vergangenen Monaten zwar dynamisch, jedoch auch in zunehmendem Maße wettbewerbs- und preisintensiv entwickelt“. Der Anspruch des ADAC Postbus, sich in diesem Segment dauerhaft als Qualitätsführer zu positionieren, sei für den ADAC ohne unternehmerisches Risiko nicht erreichbar gewesen, heißt es weiter. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Gremien des Vereins nach „erfolgreich realisierter Markterprobungsphase“ nun zum Ausstieg entschieden. Stattdessen wolle sich der Automobilclub im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung künftig vor allem auf die Kernleistungen „Hilfe, Rat und Schutz zum Wohle seiner Mitglieder“ konzentrieren.

Die Deutsche Post wird künftig den Postbus alleine steuern. Die Deutsche Post AG übernimmt die ADAC-Anteile an der gemeinsamen Betreibergesellschaft des ADAC Postbus, der DP Mobility GmbH. "Unser Postbus hat sich als bequeme, sichere und preisgünstige Alternative zu Auto, Bahn und Flugzeug etabliert", betont Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel von Deutsche Post DHL. "Er entwickelt sich in einem wachsenden Markt wie geplant, unsere Fahrgäste sind vollkommen von ihm überzeugt, und wir sind es auch. Darum werden wir das Netz im nächsten Jahr weiter ausbauen." Die Deutsche Post zieht eine positive Bilanz des bisherigen Engagements: „Der Bus für Deutschland“ habe sich erfolgreich als Qualitätsanbieter im Markt etabliert. Rund 90 Prozent der Kunden seien mit dem ADAC Postbus sehr zufrieden oder zufrieden und wollen den Postbus auch in Zukunft wieder nutzen.

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