bdo: Nervosität aus Kraftstoffmärkten nehmen

Unternehmerverband begrüßt Vorschlag zur Reduzierung von Preisschwankungen
Askin Bulut

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) begrüßt den Entschließungsantrag des thüringischen Verkehrsministers Christian Carius (CDU) zur Eindämmung der enormen Preisschwankungen bei Diesel und Benzin. Demnach sollen Mineralölkonzerne nach österreichischem Vorbild die Preise an den Zapfsäulen nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Dies reduziere deutlich die Möglichkeiten der Konzerne, gezielte kurzzeitige Preiserhöhungen einzusetzen, so der bdo.

In einer aktuellen Untersuchung des ADAC wurden Preisschwankungen bis zu zwölf Cent innerhalb eines Tages registriert. bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück: „Die Tankstelle darf nicht zum Börsenparkett der mobilen Menschen werden. Bei einem Reisebus kommen schnell mehrere hundert Liter Diesel zusammen. Schwankt der Preis an der Zapfsäule dann um mehr als zehn Cent, summieren sich die Mehrkosten schnell auf 50 Euro pro Tankfüllung. Und das nur, weil der Bus zum „falschen“ Zeitpunkt an die Zapfsäule musste – nicht aufgrund begründeter Preisentwicklungen.“

Auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer habe seine Unterstützung für den Vorschlag zugesagt, der am kommenden Freitag im Bundesrat zur Abstimmung gestellt würde, so bdo weiter. Nach Auffassung des bdo sei dieser Schritt zur Beruhigung der Märkte sinnvoll. Im weiteren Vorgehen zur Kontrolle der explodierenden Kraftstoffpreise sollte die Politik die Energiebesteuerung stärker am gesellschaftlichen Nutzen orientieren. Eine vollständige Rückerstattung der Mineralölsteuer für den Bus wäre ein sinnvolles Werkzeug um den öffentlichen Verkehr zu stärken, Fahrpreise stabil zu halten und insbesondere den ÖPNV im ländlichen Raum zu sichern.

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