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Bonn und Essen: Günstige Tickets statt Gratis-Nahverkehr

Maßnahmenpakete gegen hohe Stickoxidbelastung geplant.
Fünf elektrische Sileo 12 sind derzeit bereits im Linienbetrieb auf den Straßen von Bonn unterwegs. (Foto: Agence VISAVU/Jean-Philippe Glatigny)
Fünf elektrische Sileo 12 sind derzeit bereits im Linienbetrieb auf den Straßen von Bonn unterwegs. (Foto: Agence VISAVU/Jean-Philippe Glatigny)
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Claus Bünnagel

Bonn und Essen setzen im Kampf gegen die hohe Stickoxidbelastung nicht auf den umstrittenen kostenlosen Nahverkehr. Stattdessen sollen u.a. Vergünstigungen bei Bus und Bahn und mehr Park-and-Ride-Parkplätze helfen, die Luftqualität zu verbessern. Auch Elektrobusse seien eine Option, wie die Städte mitteilten. Bonn und Essen sind zwei der fünf Modellkommunen in Deutschland, in denen neue Konzepte zur Luftreinhaltung getestet werden sollen. Hintergrund sind die drohenden Dieselfahrverbote.

Regionale Bahncard 100 und mehr

Die Stadt Bonn hat eigenen Angaben zufolge eine Fülle von Ideen entwickelt, wie Bus und Bahn einfacher und preisgünstiger zu nutzen sein könnten. Dazu gehöre auch eine vergünstigte „Regionale Bahncard 100“ für die Nutzung aller Verkehrsmittel in der Region, auch von Fernzügen. Aber auch ein „Klimaticket“ als preiswerte Jahreskarte für 365 Euro pro Jahr sei denkbar, teilte die Stadt mit. Die Bonner Liste enthält 35 Vorschläge, die innerhalb von zwei Jahren umsetzbar sind, sowie 25 weitere Maßnahmen, für die mehr Zeit benötigt wird, beispielsweise kürzere Takte bei Bus und Bahn oder neue Straßenbahnlinien. Wenn der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs von jetzt 14 auf 20 % gesteigert werden solle, sei dafür ein Zuwachs der Fahrgastzahlen um 40 % nötig, rechnete die Stadt vor. Die Liste der Stadt Essen umfasst 31 Vorschläge. Auch sie hält Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr für möglich.

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