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NOxBuster: Nachrüst-Kat soll auch bei Kälte hoch wirksam sein

Das Nachrüstsystem des finnischen Spezialisten Proventia erreicht auch bei minus sieben Grad mehr als 95 Prozent Stickoxidreduktion in Stadtbussen.

Sauberkeit zum Nachrüsten: Proventia-System soll auch bei kalten Temperaturen den Großteil der Stickoxide filtern, ohne zusätzliche Heizelemente. | Foto: Proventia
Sauberkeit zum Nachrüsten: Proventia-System soll auch bei kalten Temperaturen den Großteil der Stickoxide filtern, ohne zusätzliche Heizelemente. | Foto: Proventia
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Johannes Reichel

Der finnische Abgasreinigungsspezialist Proventia hat die erfolgreiche Erprobung seines nachrüstbaren SCR-Katalysatorsystems auch bei kalten Temperaturen vermeldet. Ein Test mit einem beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) akkreditierten Prüflabor in Finnland habe ergeben, dass das Nachrüstsystem mit dem Namen "NOxBUSTER City" auch bei bis zu minus sieben Grad den vorgeschriebenen Grenzwert bei Weitem unterschreite, teilte das Unternehmen mit. Das sei auch ohne weitere externe Beheizungssysteme der Fall. Im Ergebnis habe das System selbst bei unter Null Grad noch mehr als 95 Prozent der Stickoxide reduziert. Das sei nur unwesentlich weniger als bei einem Test über Plus 30°C.

Der Hersteller sieht damit auch das Problem gebannt, dass zusätzliche Heizelemente mit erhöhtem Energieverbrauch und zudem Einschränkung der mechanischen Haltbarkeit einhergingen. Zudem seien damit auch jüngst aufgekommene Zweifel ausgeräumt, ob die Reduktionsleistung bei diesen Temperaturen ohne zusätzliche Heizmodule erreicht werden könne, wie der Anbieter weiter mitteilte. In Deutschland vertreibt die Firma Bluekat GmbH die finnischen DPF- und SCR-Systeme sowie das NOx-Onlineüberwachungssystem Procare Drive auf dem deutschen Markt.

Keine konstruktiven Eingriffe am Fahrzeug

Das nachträglich verbaubare Abgasnachbehandlungssystem soll speziell für den städtischen Stop-and-Go-Verkehr geeignet sein. Dabei bleiben die Abgastemperaturen in der Regel niedrig. Dennoch sollen mit dem System hohe NOx-Reduktionsraten erzielt werden, eben auch bei niedrigen Außentemperaturen und in Kaltstartphasen. Für die Installation seien keine Änderungen an der Konstruktion des Fahrzeugs erforderlich, versichert der Hersteller.

Im vergangenen Juni hatte der Hersteller vom KBA die allgemeine Betriebserlaubnis für sein System erhalten, die zügig auf weitere Modelle der Hersteller Mercedes-Benz und MAN erweitert werden sollte. Im Rahmen des sogenannten "Sofortprogramm Saubere Luft" stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur  insgesamt 107 Millionen Euro bereit, um Dieselbusse im öffentlichen Personennahverkehr mit Stickoxid- Minderungssystemen nachzurüsten.

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