Urwaldpfad Heilbad Heiligenstadt: Wildnis zum Wohlfühlen

Hier wird auf jegliche Eingriffe in die Natur verzichtet.

Auf dem Urwaldpfad Heiligenstadt. (Foto: Berghoff)
Auf dem Urwaldpfad Heiligenstadt. (Foto: Berghoff)
Claus Bünnagel

Die Kurstadt Heilbad Heiligenstadt liegt in der Mitte Deutschlands. Die historische Altstadt und der Heinrich-Heine-Kurpark an der Leine sind ein ausgezeichneter Standort für eine Gruppenreise in die urwüchsige Natur, denn im Stadtwald gibt es ein sehenswertes Stück Wildnis zu erleben: Der „Urwaldpfad Heilbad Heiligenstadt“ ist ein knapp dreieinhalb Kilometer langer Wanderweg südlich der Stadt, der durch ein Gebiet von rund 5 ha an Fläche führt, die sich auf dem Weg zurück zum Urwald befindet. Hier wird auf jegliche Eingriffe in die Natur verzichtet, lediglich der Pfad wird freigehalten und von umgestürzten Bäumen befreit. Er ist leicht bis mittelschwer zu begehen und vom Wanderparkplatz aus am Stadtwald Iberg in einer halben Stunde zu erreichen. Der Weg lohnt sich, denn schon gleich zu Anfang wird man überrascht von einer Vielfalt an Baumarten in diesem Mischwald, die in ganz Deutschland einzigartig ist. Besonders der Buchen-Eiben-Wald mit dem zahlreichen Erscheinen der Eiben ist hier beeindruckend, denn die äußerst langsam wachsende heimische Baumart ist in unseren Wäldern sehr selten geworden.

Wo Riemenschneider geboren wurde

In Heiligenstadt wurde der berühmte Bildschnitzer und Bildhauer Tilmann Riemenschneider um das Jahr 1460 geboren. Nach verschiedenen Stationen seiner Lehr- und Wanderjahre kehrte er zurück, erlangte 1485 das Stadtbürgerrecht und gründete eine eigene Werkstatt. Riemenschneider wurde zu einem der bedeutendsten Bildhauer der Spätgotik. Im Eichsfelder Heimatmuseum gibt es eine sehenswerte Dauerausstellung. www.heilbad-heiligenstadt.de

Printer Friendly, PDF & Email