Naturschönheit Kroatien im Umbruch

Redaktion (allg.)

In Kroatien vollzieht sich derzeit eine Privatisierungswelle im Tourismus. Mit Hilfe ausländischer Investoren sollen die Kriegsschäden jetzt beseitigt werden. Hindernisse sind laut Wirtschaftsanalysten allerdings die noch immer vorherrschenden Grundideen aus dem "Selbstverwaltungssozialismus", die auch für die Zeit nach 1990 prägend waren und Privatisierungen bislang behindert haben. Eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung sei auch mit der lange Zeit verfolgten stark nationalistischen Politik schwer vereinbar gewesen, heißt es weiter. Ob es hier in den letzten Jahren zu einer dauerhaften Neuorientierung gekommen ist, wird sich nach den – bis Anfang 2016 – anstehenden Parlamentswahlen zeigen.

Als großes Problem gilt in Kroatien weiterhin die äußerst kurze Tourismussaison. Um hier eine Verlängerung zu erreichen, hat es – meist auf lokaler Ebene – neue Initiativen gegeben, an denen sich auch die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer beteiligt. Erste größere internationale Hotelketten planen ihren Betrieb bis in den November hinein offen zu halten.

In den ersten Monaten 2015 gab es einen deutlichen Anstieg der Übernachtungszahlen im Vorjahresvergleich. Rein landschaftlich und kulturell hat Kroatien, das erst 2013 der EU beigetreten ist, bereits heute einiges zu bieten, wie unsere Bildergalerie zeigt.

 
Die Serie Game of Thrones kurbelt den Tourismus an den Drehorten an: Laut dem Online-Reisebuchungsportal GoEuro.de sind beispielsweise die Anzahl an Tickets nach Dubrovnik (im Bild) und Lokrum in Kroatien, zwei Kulissen der Serie, je nach Transportmittel um acht bis 16 Prozent angestiegen.KROATISCHE ZENTRALE FÜR TOURISMUS | [Author]: Damir Fabijanić
Die Serie Game of Thrones kurbelt den Tourismus an den Drehorten an: Laut dem Online-Reisebuchungsportal GoEuro.de sind beispielsweise die Anzahl an Tickets nach Dubrovnik (im Bild) und Lokrum in Kroatien, zwei Kulissen der Serie, je nach Transportmittel um acht bis 16 Prozent angestiegen.KROATISCHE ZENTRALE FÜR TOURISMUS | [Author]: Damir Fabijanić
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