Busbranche erkämpft millionenschweres Rettungspaket

Martina Weyh

Erfolg für bdo-Initiative der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hat am 17. Juni in Berlin die Zusage für das vom Verband vorgeschlagene 170 Mio. Euro schwere Rettungspaket von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erhalten.

Rund 1.000 Busse versammelten sich bei der gestrigen größten Demo der Busbranche im Stadtzentrum. Vom Ort der Kundgebung am Brandenburger Tor bis zum Ernst-Reuter-Platz zog sich die Fahrzeugkette etwa 15 Kilometer lang und lieferte ein eindringliches Bild. Die Veranstaltung warf erneut ein Schlaglicht auf die dramatische wirtschaftliche Lage in der sich laut aktueller bdo-Umfrage 89 Prozent der Busunternehmen befinden, die ohne ein weiteres Rettungspaket vor dem Aus stehen.

Und die Politik hat geliefert – zeitnah, noch im Juli, sollen 170 Mio. Euro aus dem Etat des Bundesverkehrsministeriums zur Rettung der gebeutelten Busunternehmen fließen, exakt die Summe, die der bdo berechnet und immer wieder gefordert hatte.

„Es waren lange und harte Verhandlungen, die wir in den letzten Monaten geführt haben. Wir danken Bundesverkehrsminister Scheuer heute dafür, dass er mit seiner Initiative – mit Unterstützung der gesamten Regierungskoalition – den Fortbestand der Busunternehmen sichert und damit die Mobilität in Deutschland insgesamt entscheidend schützt. Die Busunternehmen haben hohe Summen in umweltfreundliche moderne Fahrzeuge investiert und stehen seit drei Monaten ohne Einnahmen da. Wir gehören damit zu den am stärksten betroffenen Branchen überhaupt und werden noch lange unter der Corona-Krise leiden. Damit diese einmalige Situation nicht die wichtigen Strukturen im Bus-Mittelstand zerstört, sind die nun freigegebenen 170 Millionen Euro enorm wichtig. Die Bundesregierung handelt richtig und zukunftsweisend, wenn sie die saubere Mobilität mit Bussen jetzt vor den Folgen einer einmaligen Krise schützt“, so bdo-Präsident Karl Hülsmann.

Hülsmann dankte dem Verkehrsminister sowie den Verkehrs-, Tourismus- und Haushaltspolitikern der gesamten Regierungskoalition nach langen Verhandlungen für ihren Einsatz für den Erhalt der Branche und der umweltfreundlichen Mobilität.