Zwischen Himmel und Erde

Redaktion (allg.)

Eine Aussichtsterrasse, die den Himmel zu berühren scheint, und Grotten, die weit in die Vergangenheit weisen. Die Region Rhône-Alpes präsentierte sich bei einer Roadshow in Deutschland mit zahlreichen Großprojekten.

 

 

Es ist Frankreichs größte Region, an Fläche so groß wie die Schweiz und sie erstreckt sich von den Alpen bis zu den nördlichen Ausläufern der Provence. Hauptstadt und Mittelpunkt ist Lyon, eine Genusshauptstadt Frankreichs (siehe auch busplaner 2/2011). Im Rahmen einer Roadshow, die im Juni in Frankfurt, München und Berlin Station machte, stellte sich die Region deutschen Reiseveranstaltern vor. Dabei präsentierte man zahlreiche Neuheiten, die manchmal zwischen Himmel und Erde zu schweben scheinen und dann wieder tief unter die Erde führen.

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Die Grotte Chauvet-Pont d’Arc im Departement Ardèche besitzt mit ihren 36.000 Jahre alten Malereien die bisher ältesten bekannten Beispiele der Höhlenmalereien der Altsteinzeit. Entdeckt wurde die Grotte am 18. Dezember 1994 in Vallon-Pont d’Arc. Der deutsche Regisseur Werner Herzog hat darüber eine Dokumentation mit dem Titel „Die Höhle der vergessenen Träume“ gedreht, der die Faszination dieser Steinzeitbilder zeigt. Die Originalhöhle ist für Besucher nicht zugänglich, da eine Veränderung der Luftfeuchtigkeit die Malereien zerstören könnte. So soll ein künstlicher Höhlenraum geschaffen werden, der Nachbildungen der Höhlenbilder enthält, dieser soll ab 2014 Besuchern ermöglichen, einen „fast naturidentischen Eindruck“ der Grotten von Chauvet zu erleben.


Eine neue Attraktion für Radwanderer ist die ViaRhôna, ein neuer Radlweg entlang des Rhônetals, der vom Genfer See bis zum Mittelmeer in die Camargue führt und dabei der Rhône folgt. Das Teilstück durch die Destination Rhône-Alpes ist 415 Kilometer lang und wird 2013 durchgängig radelbar sein. Etwa 60 Prozent der Strecke führt über die Deiche entlang der Rhône, die anderen 40 Prozent führen über kleine Nebenstraßen.


Eine Möglichkeit, in der Region Rhône-Alpes Aktivreisen mit Kultur zu verbinden ist der europäische Fernwanderweg „Auf den Spuren der Hugenotten“. Dieser Wanderweg führt von Frankreich durch Italien und die Schweiz bis nach Deutschland und zeichnet den Fluchtweg der französischen Protestanten nach, die ab 1685 Frankreich verlassen mussten. Die französische Route des Wanderwegs hat eine Länge von 374 Kilometern und ist in 29 Etappen unterteilt.


Der Weg beginnt beim Museum des Protestantismus im Departement Drôme, macht einen Abstecher in den regionalen Naturpark des Vercors und durchquert dann das Departement Isère. Weiter geht es nach Grenoble und Chambéry, dann um den Lac du Bourget, Aix les Bains und weiter zur Schweizer Grenze.
In die Welt der höchsten Alpengipfel führt die neue Besucherattraktion auf dem 3.842 Meter hohen Aiguille du Midi im Mont Blanc Massiv. Die bereits bestehende Bergstation soll in den kommenden beiden Jahren aus- und umgebaut werden und nach Fertigstellung ein einzigartiges alpines Erlebnis ermöglichen. So werden bereits bestehende Aussichtsterrassen durch eine mit Glasöffnungen versehene Stahlröhre verbunden, die durch das Felsgestein führt. Zusätzlich wird hier in luftiger Höhe ein Museum eingerichtet, das der Geschichte des Bergsteigens gewidmet ist. tb

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